Allein am Lauf der Dömnitz zwischen Sadenbeck und Schönhagen sind neun Standorte nachgewiesen, hinzu kommen weitere an den Nebenflüssen wie der Rodane oder dem Kemnitzbach. Die für den Mühlenbetrieb angestauten Mühlenteiche zeugen oft noch heute von den einstigen Plätzen, an denen Mühlen standen.
Wichtig für die Tuchmacher
Genutzt wurde der Wasserlauf nicht nur zum Mahlen von Getreide, auch die zahlreichen Tuchmacher der Stadt nutzen die Wasserkraft, insbesondere zum Walken der fertig gewobenen Tuche, die in der Stadt hergestellt wurden. Zwei der wichtigsten Pritzwalker Exportgüter waren also direkt aus der Kraft des Wassers entstanden. Die über die Hanse vertriebenen Tuche brachten Pritzwalk eine Blütezeit. Getreideprodukte aus den Mühlen blieben noch bis weit in die Industrialisierung eines der wichtigsten Pritzwalker Produkte und versorgten gleichzeitig die wachsende Stadtbevölkerung.