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Beveringen

Beveringen
Steckbrief

 

Einwohner

294 (Stand September 2019)

Ortsbürgermeister

Markus Milord

Fläche

13,66 Quadratkilometer

Gemeindeteil

Streckenthin

 

Östlich von Pritzwalk liegt der Ortsteil Beveringen mit dem Gemeindeteil Streckenthin. Der kleine Ort feierte im August 2018 die Ersterwähnung vor 650 Jahren. Die Feuerwehr des Ortes lädt jedes Jahr im September zu einem Tag der offenen Tür ein. Auch sonst sind die Brandschützer fest ins Dorfleben integriert: ob beim Tannenbaumverbrennen, zum Kindertag oder bei Rommee- und Skatabenden.

 

Historisches

1368 wurde Beveringen erstmals urkundlich erwähnt. Damals wurde ein Pfarrer Ludwig  (plebenus Ludovicny) von „Beveringhe“ als Zeuge in einer Sache für das Stift Heiligengrabe hinzugezogen und hat seine Unterschrift auf eine Urkunde gesetzt. Über die Zeit von 1300 bis 1600 findet sich wenig über Beveringen. Im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz in Berlin-Dahlem findet sich der Hinweis, dass Beveringen ein altes Zeilendorf aus dem 13. Jahrhundert sei.

 

Der Ort Streckenthin wurde bereits 1356 erwähnt. Im historischen Ortslexikon der Mark Brandenburg ist in einer Urkunde aus dem Jahr 1489 von einem „Herrn von Zicker auf Beveringen“ die Rede. Um 1530 wurde Beveringen der Herrschaft Freyenstein zugeordnet.

Zwischen 1892 und 1929 kam es in Beveringen immer wieder zu Bränden, die die Feuerwehr löschen musste. Im Juni 1913 hielt zum ersten Mal ein Zug im Ort. 1924 bekam Beveringen ein Schwimmbad.

 

In den Aufzeichnungen „Denkwürdigkeiten aus der verlorenen Heimat des Pfarrers Lemke“ aus den 1950er Jahren ist aufgeführt, dass der Ortsname aus dem altdeutschen Bever – Biber hergeleitet sein soll. Das ist aber nicht historisch belegt. Vom Dömnitzhochwasser war 1993 auch Beveringen stark betroffen. Viele Höfe wurden überflutet.

 

Anfang Dezember 2018 konnte die Stadt in der Dorfmitte von Beveringen einen neuen Spielplatz übergeben, an dessen Entstehen auch viele Beveringer und die Feuerwehr beteiligt waren.

 

Kirche

Die Dorfkirche wurde um 1500 erbaut. Der rechteckige Feldsteinbau wurde um 1655 neu errichtet. Das Patronatsrecht hatte das Kloster Stift Marienfließ. Um 1855 wurden größere Reparaturen und Umbauten an Turm und Ostgiebel vorgenommen, auch die Spitzbogenfenster wurden eingebaut. Die nächste grundlegende Instandsetzung an Turm und Dach erfolgte 2003 bis 2007. In der Kirche findet sich ein bemerkenswertes Taufbecken aus dem 12./13. Jahrhundert.

 

Kommunales

Bis 1816 gehörte der Ort zum Kreis Pritzwalk in der Provinz Prignitz, einem Teil der Kurmark der Mark Brandenburg, und kam anschließend zum Kreis Ostprignitz. Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Streckenthin nach Beveringen eingegliedert. Ab 1952 gehörte Beveringen zum Kreis Pritzwalk im Bezirk Potsdam. Seit dem 6. Dezember 1993 ist der Ort ein Teil des heutigen Landkreises Prignitz.

 

Der kommunale Friedhof von Beveringen liegt an einem Zuweg an der Oberen Dorfstraße in Richtung Norden. In Streckenthin gibt es einen Friedhof östlich der Streckenthiner Dorfstraße an der Kirche.

 

Wirtschaft

Bei der Übernahme der Ortsobrigkeit durch Freyenstein befanden sich in Beveringen 16 Zwei-Hüfner-Höfe, vier Ein-Hüfner-Höfe und vier Kossätenstellen. Weil im Zweiten Weltkrieg die Männer eingezogen waren, halfen Kriegsgefangene den daheimgebliebenen Bäuerinnen. Heute finden sich im Ort Kleinunternehmen und Handwerk.

Vereine

Der 2017 gegründete, gemeinnützige Dorfverein BiBER 1368 möchte das Dorfleben aktivieren und den Zusammenhalt im Ort stärken. Zuletzt haben seine Mitglieder mit vielen Helfern das Dorfjubiläum 650 Jahre Beveringen vorbereitet. Seit 1988 gibt es die Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbandes in Beveringen. Der Verein pflegt das Gelände am Sadenbecker Stausee. Rund zehn Mitglieder zählen zum harten Kern, wobei der Verein 2018 mit immerhin 88 Mitgliedern der Anglerverein mit den meisten Mitgliedern in der Prignitz war. Der Fußballclub Wacker Beveringen 1921 wurde 2015 aufgelöst. Immer montags trifft sich die Frauensportgruppe zum Training.

 

FEUERWEHR

1912 wurde die Freiwillige Feuerwehr Beveringen gegründet.  Seit 1968 gibt es wieder eine Frauengruppe, seit 1990 ist die Jugendwehr wieder aktiv. Wehrführer ist seit 2013 ist Sven Eilmes. Im Jahr 2018 bekam die Ortsfeuerwehr ein neues Einsatzfahrzeug.

 

Kurioses

Am 18. Mai 2005 landete der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seinem Helikopter auf dem Sportplatz in Beveringen. Er besuchte seinerzeit das Zahnradwerk in Pritzwalk.

 

Quellen: Chronik „650 Jahre Beveringen – 1368 – 2018“, Evangelischer Kirchenkreis Prignitz, Wikipedia