Historisches
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wilmersdorf 1351 als „Wylmestorp“. Vermutlich bedeutet der Name „Wilhelmsdorf“, was wohl auf einen Ritter Wilhelm zurückzuführen ist, der Lehensschulze war. Darauf deutet auch das alte Ortssiegel hin, das einen Ritterhelm zeigt. Auf einer Urkunde im Kloster Stift zum Heiligegrabe von 1350 ist vermerkt, dass Achim von Pynnow den Klosterfrauen zu Heiligengrabe „dat gantze Dorp tu Velmersdorp mit Feld und Mark, hohem und niederem Gericht“ verkauft habe.
In der Kemnitzer Kirchenchronik stand: „1351 bewidmet Konrad von Platen einen von ihm im Kloster Heiligengrabe gegründeten Altar mit sechs Hufen in Wylmesdorf.“ Diese Daten hat der Lehrer Otto Breitung in einer Abschrift zur Geschichte des Dorfes im Jahr 1939 zusammengetragen.
Das als Rundlingsdorf angelegte Wilmersdorf wurde bei einem Brand am 30. Mai 1811 in Schutt und Asche gelegt. Weil die Häuser dicht an dicht standen, sprangen die Flammen rasch von einem Haus zum nächsten. Wegen der Holzbereitung konnten die Einwohner erst im nächsten Jahr mit dem Wiederaufbau beginnen.
Da das Dorf dem Kloster Stift untertänig war, bestimmte dieses, dass beim Wiederaufbau Anfang 1812 die Häuser nicht wieder so dicht zusammen stehen durften. So wurde aus dem Rundling ein Haufendorf mit verstreuten Häusern, in dem sich Fremde nur schwer zurechtfinden. 1867 war die Chaussee Pritzwalk-Wittstock fertig, 1885 wurde die Bahnstrecke von Perleberg bis Wittstock fertiggestellt. Es wird erzählt, dass sie ursprünglich Wilmersdorf berühren sollte, die Bauern aber dagegen gewesen seien.