Pritzwalk. Das Hainholz-Schwimmbad in Pritzwalk wurde vor 57 Jahren – am 7. Oktober 1969 – feierlich eröffnet. Es war der Tag der Republik in der ehemaligen DDR, ein ganz besonderer Feiertag. Das Freibad mitten im Wald ist bis heute ein Anziehungspunkt für Jung und Alt.
Einst mehrere Badeanstalten
Im Stadtgebiet von Pritzwalk gab es einst mehrere Badeanstalten. Sie waren früher in Frauen- und Männerbadeanstalt unterteilt. Bereits 1889 wurde das erste Freibad im Hainholz gebaut. Ein Schwimmverein hatte ab 1923 sein Becken bei der Kampf‘schen Mühle nahe dem Gymnasium. Sogar im Hinterhof der Tuchfabrik hat es einmal ein Schwimmbecken gegeben.
In 20 Jahren wurde viel gebaut
Ab Mitte der 1950er Jahre wuchs die Stadt. Es entstanden unter anderem der neue Bahnhof und das Stadion 1955, das Kulturhaus 1959, der Stadtteil „Zur Hainholzmühle“ 1960, Oberschulen und Kindereinrichtungen ab 1968, das Zahnradwerk, das Wohngebiet „Pritzwalk Nord“ 1970 und die Bibliothek 1978.
Wasserfläche hatte einst 300 Quadratmeter
1968 bis 1969 wurde das Hainholz-Schwimmbad gebaut. Die großen Bade- und Schwimmbecken waren aus Beton, auf dem dann gefliest wurde. Die Wasserfläche hatte zunächst eine Größe von 300 Quadratmetern. Anfang der 1970er Jahre tummelten sich unzählige Badegäste in den Fluten des Hainholz-Schwimmbades.
Weil der Beton irgendwann Risse bekam, musste das Bad saniert werden. Für 3,4 Millionen D-Mark wurden 1993 moderne Kombibecken aus Edelstahl und eine neue Wasseraufbereitungsanlage gebaut. Die Übergabe des rundum erneuerten Bades war im Juli 1994. Später wurden ein Eltern-Kindbereich sowie ein neuer Sanitärtrakt gebaut. Die Rutschenanlage, die kein anderes Freibad in der Prignitz bietet, wurde im April 1998 eröffnet. Heute verfügt das Hainholzbad über eine Wasserfläche von 723 Quadratmetern.