Pritzwalk. Eineinhalb Stunden Stimmung zogen sich am 13. Juni mit dem langen Festumzug anlässlich 770 Jahre Stadtrecht durch Pritzwalk. Unzählige hatten sich an der Strecke eingefunden, um die 77 Schaubilder zu bestaunen und den Teilnehmenden zuzuwinken. Doch auch vor und nach dem Umzug hatten die Pritzwalker Festtage 2026 viel zu bieten - zum Beispiel drei Tage Rummel, sogar mit einem Riesenrad.
Tanzen mit Willy Wolf
Bereits am Freitag hatte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel auf dem Riesenrad die Feierlichkeiten eröffnet. Mit Alena vom Pia-Nino-Team startete die Party am Abend für die Kinder. Es wurde getanzt und gesungen. Mit dabei waren die Stadtmaskottchen Willy Wolf und Räuber Heine Klemens, die zusammen mit den Kleinen vor der Bühne tanzten. Die Festgäste ließen sich durch die Regenschauer nicht vom Feiern abhalten. Später am Abend – bei der After-Work-Party – wurde es dann trockener und die Tanzfläche füllte sich zur Musik von den DJs Andy Paegel und Marcel Kuhse.
Fröhlich-entspannt ging es dann am Samstag mit dem großen Festumzug weiter. Die Teilnehmer schauten immer wieder bange nach oben. Doch das Wetter hielt sich, zumindest während des Umzuges. Bonbons und andere Süßigkeiten flogen in Richtung der Zuschauerinnen und Zuschauer, die gespannt an der Strecke standen.
Alle trugen zum Gelingen bei
Fußgänger, Radfahrer, Bollerwagen, Traktoren, Oldtimer, Busse und riesige Trucks schoben sich vom Preddöhler Weg aus über die Straßen Am Ring, Meyenburger Tor, Gartenstraße, Kietz und Bürgerplatz in die Grünstraße. Fred Pogalski erklärte von einer kleinen Bühne an der Kirche aus jede Gruppe, jedes Fahrzeug und jeden Handwagen. Die Pritzwalkerinnen und Pritzwalker waren es, die zum Gelingen dieses ganz besonderen Events beigetragen hatten. Sponsor der Festtage war die Sparkasse Prignitz.
Der Festumzug, dessen Absicherung die Pritzwalker Feuerwehren unterstützten, zeigte die Vielfalt von Pritzwalk. Das bunte Spektakel gestalteten Kleingarten-, Sport- und Kulturvereine, Firmen und die Kinder aus Kitas und den Horten der beiden Grundschulen mit. So manche der Gruppen bot mittendrin kleine Showeinlagen. So dribbelten die Fußballjungs des Pritzwalker FHV 03 hinter ihrem großen, grünweißen Truck her. Die Gruppe des Vereins Pritzwalker Taekwondo Ban Dal zeigte ein paar Figuren, die Jagdhornbläsergruppe Pritzwalk e.V. blies ins Horn und die Imker verschenkten Süßes zu den Klängen von Karel Gotts „Biene Maja“.
Zielwerfen mit Bonbons
Auch Nachbarstädte, Verbände und der Landkreis präsentierten sich. Perleberg fuhr in einem historischen Ford Cabriolet mit. Mit großen Trucks waren auch der Handball Club Pritzwalk und der Pritzwalker Dart Club vertreten, die Zielwerfen mit Bonbons übten. Auf dem Truck aus Meyenburg ließen die Tänzerinnen und Tänzer die Stoßdämpfer beben. Die Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz beziehungsweise der Tourismusverband Prignitz warben für die Landesgartenschau 2027 in Wittenberge. Alle Teilnehmer können hier leider nicht genannt werden.
Während das Wetter während des Umzuges hielt, überraschte die Festbesucher auf dem Marktplatz dann die eine oder andere nasse Husche. Die Siegerinnen und Sieger des Bürgerkönigsschießens wurden zwar im strömenden Regen, aber auf der Bühne unter dem trockenen Dach geehrt.
Tänze aus Tausendundeiner Nacht
Danach eröffnete das Live Sound Orchester der Kreismusikschule Prignitz unter der Leitung von Dian Petkov das musikalische Programm. Bekannte Big-Band-Sounds, aber auch Jazz wurden gespielt. In Tausendundeine Nacht entführten Nafisa und ihre beiden Tänzerinnen das Publikum anschließend auf und vor der Bühne. Zum Schluss tanzten sie zusammen mit dem Publikum zu „Waka Waka“.
Abends hatten sich dann auch die letzten Regenwolken verzogen, pünktlich zum Auftritt der „Zack Zillis“ gegen 20 Uhr lachte die Sonne. Der Marktplatz war rappelvoll. Es wurde getanzt und mitgesungen. Die Party dauerte bis spät in die Nacht. Am Sonntag gab es noch einen Familientag auf dem Rummel.