Pritzwalk. Im sogenannten Horizontalspülbohrverfahren wurden jetzt im Grüngürtel im Bereich Parkweg die Leitungen für neue Straßenlampen verlegt. „Wir denken jetzt schon an die dunkle Jahreszeit“, sagte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel. In der Woche davor bekam der Salbachweg eine Beleuchtung, allerdings im herkömmlichen Verfahren.
Das Bohrverfahren ist nicht nur ressourcen-, sondern auch baumfreundlich: Es ersetzt den Graben, der sonst für die Verlegung von Leitungen ausgehoben wird. „Bei Bäumen können wir dann tiefer bohren“, erklärte Kathrin Strauch, Geschäftsführerin der Nusch GmbH & Co.KG, die die Bohrung vornahm.
Unterirdisch wurde nun im Parkweg über 140 Meter in mehreren Abschnitten ein Pilotgestänge durch den Boden getrieben. Dieses zieht beim Zurückziehen ein Leerrohr DN 50 in den Bohrkanal. „In dieses Kabelschutzrohr werden dann die Leitungen für die Straßenbeleuchtung eingezogen“, erläuterte Firmeninhaberin Kathrin Strauch. Insgesamt wurden im Bereich Parkweg 200 Meter Kabel neu verlegt und fünf Mastaufsatzleuchten errichtet.
Bevor es losgeht, mussten alle im Boden liegenden Leitungen geprüft werden. Dabei wurde auch ein Vermessungsbüro hinzugezogen. „In diesem Fall lag eine Leitung nicht da, wo sie sein sollte“, so Kathrin Strauch. Die Ergebnisse solcher Bestandsaufnahmen fließen ins GIS – Geoinformations-Kataster – der Stadt Pritzwalk ein, ergänzte Tibor Malorny vom Sachbereich Planung und Investitionen.
Im Salbachweg, der bisher keine Beleuchtung hatte, liegen jetzt 122 Meter Kabel für die Straßenbeleuchtung. Hier errichtete die Stadt vier Mastaufsatzleuchten. Die Arbeiten werden diese Woche abgeschlossen. Mit dem Bau der Straßenbeleuchtung war die Firma Lutz Waubke beauftragt.