Am Dienstag berät die Stasiunterlagenbehörde in der Stadtbibliothek
Bild zur Meldung: In der Stadtbibliothek Pritzwalk bietet die Stasiunterlagenbehörde am Dienstag, 26. Mai, eine Beratung an. Foto: Stadt Pritzwalk
Pritzwalk. Nicht vergessen: Die Stasiunterlagenbehörde - das Beratungsteam der Brandenburgischen Beauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur - lädt für den Dienstag nach Pfingsten, also den Dienstag, 26. Mai, zu einer kostenlosen Beratung vor Ort ein. Das Team ist an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr in der Stadtbibliothek Pritzwalk vor Ort.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone beziehungsweise in der DDR politisch verfolgt wurden und/oder Einsicht in ihre Stasi-Akten beantragen möchten, sowie an deren Angehörige.
Für die Beratung vergibt das Team der Stasiunterlagenbehörde Termine. Wer sich beraten lassen möchte, wird gebeten, sich per E-Mail unter oder über die Telefonnummer 0331/23 72 92 17 anzumelden.
In Einzelgesprächen können am Beratungstag insbesondere folgende Themen besprochen werden:
Einsicht in die Stasi-Unterlagen
Antragstellung (einschließlich Decknamen-Entschlüsselung und Wiederholungsanträge)
Erläuterung zur Anonymisierung (Schwärzung)
Antragstellung als nahe Angehörige von Verstorbenen
Anträge für Forschung und Medien
Voraussetzung für die Antragstellung ist ein gültiges Personaldokument zur Identitätsbestätigung.
Beratung zu SED-Unrecht
Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebende Leistungsansprüche
verfolgungsbedingte Gesundheitsschäden
psychosoziale Beratungs- und Hilfsangebote
Beratung zur Novellierung der Unrechtsbereinigungsgesetze
Der Gesetzgeber hat am 30. Januar 2025 zahlreiche Verbesserungen zugunsten ehemals politisch Verfolgter beschlossen, die am 1. Juli 2025 in Kraft getreten sind.
Bereits 2019 wurden die Rehabilitierungsmöglichkeiten für Betroffene, die in der DDR in Spezialkinderheimen, Jugendwerkhöfen, Durchgangs- und Sonderheimen untergebracht waren sowie für Opfer von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes der DDR deutlich verbessert.