Pritzwalk. Gut 90 Besucherinnen und Besucher waren am vergangenen Sonnabendnachmittag, 7. März, zur Eröffnung der Ausstellung „Das Stadtarchiv – Gedächtnis der Stadt Pritzwalk“ in die Stadtbibliothek gekommen. Es war gleichzeitig der bundesweite Tag der Archive. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs und der Bibliothek haben die Ausstellung anlässlich des Jubiläumsjahres 770 Jahre Ersterwähnung der Stadt Pritzwalk zusammengetragen.
Die Eröffnungsgäste, zu denen auch Vertreter der Stadtverordnetenversammlung gehörten, wurden begrüßt von Bürgermeister Dr. Ronald Thiel, der Pritzwalker Bibliotheksleiterin Sandra Busch und Archivarin Christiane Knorn. Mit dabei war ebenfalls Pritzwalks ehemaliger Bürgermeister Günther Schulz, der vor 48 Jahren dafür gesorgt hatte, dass die Stadtbibliothek an ihrem heutigen Standort platziert werden konnte.
Die Rollups sind das ganze Jahr zu sehen
Im Foyer der Stadtbibliothek Pritzwalk sind ab sofort und noch das ganze Jahr hindurch zu den Öffnungszeiten zehn Rollups zu sehen, die einen Einblick in die Stadtgeschichte von Pritzwalk geben. Sie fanden großen Anklang bei den Eröffnungsgästen, die hier und da gleich in Erinnerungen schwelgten oder ins Diskutieren kamen.
Abbildungen aus historischen Bauakten
Gezeigt werden unter anderem Abbildungen aus den historischen Bauakten des Gebäudes, in dem sich heute das Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium befindet. Demnach wurden in dem Haus einst 1200 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Fotos, Bauzeichnungen und schriftliche Aufzeichnungen belegen das. Auf dem Rollup zum Pritzwalker Bahnhofsgebäude erfährt man, wie das ursprüngliche Empfangsgebäude einst aussah und wie es sich mit den Jahren verändert hat.
Am Beispiel des Pritzwalkers Friedrich Leitmann wird gezeigt, wie sich über Personenstandsakten der Lebensweg eines Menschen nachvollziehen lässt. Es gibt ein Rollup über das Pritzwalker Siegel, auf dem der Wolf zu sehen ist. Abgebildet und beschrieben sind einige Stationen, die das Siegel auf Dokumenten, wie zum Beispiel Urkunden, zurückgelegt hat.
Die Exponate und Aufzeichnungen aus Archivbeständen, historischen Bauakten, Personenstandsbüchern und Zeitungen soll verdeutlichen, warum das Stadtarchiv für das kulturelle Gedächtnis der Stadt und ihrer Menschen unverzichtbar ist. Außerdem zeigt sie, wie groß die Bedeutung der Bewahrung und Erschließung solcher historischer Dokumente ist.
Führungen durch das Stadtarchiv
Christiane Knorn bot am Eröffnungstag Führungen durch das Stadtarchiv an, wovon der größte Teil der Gäste regen Gebrauch machte. Sie sahen sich an, wie die historischen Bauakten und Bücher gelagert werden müssen, damit sie über die Jahrzehnte und Jahrhunderte keinen Schaden nehmen. Hier und da durften die Gäste auch mal blättern. Beeindruckend für so manchen waren die großen Archivregale im Keller der Stadtbibliothek, die mit Drehrädern verschoben werden können.
INFO Die Ausstellung „Das Stadtarchiv - Gedächtnis der Stadt Pritzwalk“ ist bis zum Jahresende im Foyer der Stadtbibliothek Pritzwalk, Kietz 64, während der Öffnungszeiten zu sehen. Der Eintritt ist frei. Führungen durch Ausstellung und Stadtarchiv sind mit Anmeldung unter Telefon 03395/30 25 73 möglich.
Die Ausstellung „Das Stadtarchiv – Gedächtnis der Stadt Pritzwalk“ anlässlich 770 Jahre Ersterwähnung der Stadt Pritzwalk ist am 7. März in der Stadtbibliothek eröffnet worden. Etwa 90 Interessierte sahen sich die zehn Rollups an und nahmen auch an den Führungen durch das Stadtarchiv teil. Fotos: Stadt Pritzwalk