Schaumbad mit Kindern im Freibad Foto: Stadt PritzwalkBlick auf das mit Bildern angestrahlte Rathaus Pritzwalk, dazu ein Hinweis auf die Veranstaltung Pritzwalker Herbstlichter am 4. September 2026. Foto: Stadt PritzwalkBlick auf ein Sonnenblumenfeld an der Straße. Foto: PrivatBlick über die Pritzwalker Altstadt. Foto: Stadt PritzwalkWindräder an der Autobahn bei Sadenbeck. Foto: Privat

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Gedenkveranstaltung zur Bahnhofskatastrophe vor 80 Jahren

Schülerinnen und Schüler des Kurses „Darstellendes Spiel“ vom Pritz-walker Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium erzählten in einem Theaterstück nach, was sich vor 80 Jahren in Pritzwalk zugetragen hatte. Foto: Stadt Pritzwalk (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Schülerinnen und Schüler des Kurses „Darstellendes Spiel“ vom Pritz-walker Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium erzählten in einem Theaterstück nach, was sich vor 80 Jahren in Pritzwalk zugetragen hatte. Foto: Stadt Pritzwalk

Pritzwalk. Mit einer gut zweistündigen Gedenkveranstaltung wurde am Montagnachmittag in der Halle des Pritzwalker Bahnhofes an die Explosion des Bahnhofs am 15. April 1945 und das Kriegsende vor 80 Jahren erinnert. Gleichzeitig war die Veranstaltung der Auftakt für die Pritzwalker Zukunftswoche, in der es bis Freitag bei verschiedenen Veranstaltungen um die Entwicklung der Stadt geht. 

 

Landrat und ehemalige Bürgermeister waren zu Gast

Bürgermeister Dr. Ronald Thiel begrüßte etwa 50 Gäste in der Bahnhofshalle. Darunter waren seine Dienstvorgänger Günther Schulz, Klaus Siwinski, Wolfgang Brockmann sowie Landrat Christian Müller und Heike Weise, Vorsitzende der Gesellschaft für Heimatgeschichte. Außerdem saßen Pritzwalker Stadtverordnete sowie Bürgerinnen und Bürger im Publikum.

 

Blickte auf die Ereignisse zurück: Bürgermeister Dr. Ronald Thiel. Foto: Stadt PritzwalkBlickte auf die Ereignisse zurück: Bürgermeister Dr. Ronald Thiel. Foto: Stadt Pritzwalk

 

Dr. Ronald Thiel erinnerte an die Katastrophe, bei der kurz vor Kriegsende, am Abend des 15. April 1945, nach einem Luftangriff im Pritzwalker Bahnhof ein abgestellter Munitionszug explodiert war. Ein Lokführer versuchte noch, den Zug aus dem Bahnhof zu fahren, starb aber dabei. Große Teile des Bahnhofsareals wurden zerstört und viele Menschen getötet. Bis  heute ist ihre Anzahl nicht genau bekannt. Geschätzt wird sie auf 200.

 

Im Kino lief ein Film mit Johannes Heesters

Zur Zeit der Explosion sahen die Menschen im Kino direkt gegenüber dem damaligen Bahnhof den Film „Es fing so harmlos an“ mit Johannes Heesters. Viele von ihnen verloren bei der Katastrophe ihr Leben. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses „Darstellendes Spiel“ vom Pritzwalker Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium stellten in dem Theaterstück „Es fing so harmlos an“ nach, was sich damals zugetragen hatte. 

 Eindringlich gaben die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Katastrophe im Theaterstück wieder. Foto: Stadt PritzwalkEindringlich gaben die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten die Katastrophe im Theaterstück wieder. Foto: Stadt Pritzwalk

 

Danach hielt der Pritzwalker Museumsleiter Lars Schladitz einen Vortrag über die Jahre von 1933 bis 1945 in Pritzwalk. Er zeigte Dokumente, historische Fotos aus dem Archiv, aber auch Exponate wie einen Schlagstock. Ausschnitte aus Amateurfilmen aus den Jahren 1938 und 1940 von Adolf Raupach zeigten auch das damalige Leben am Bahnhof. Dazu kamen Zeitzeugenberichte und Forschungsergebnisse zur Bahnhofskatastrophe.

 

Musikalisch begleitet wurde die Gedenkveranstaltung von den Violinistinnen Linh Phuong Dao und Uliana Rossoshanskaia von der Kreismusikschule Prignitz. 

 Violinistinnen Linh Phuong Dao und Uliana Rossoshanskaia von der Kreismusikschule Prignitz begleiteten die Veranstaltung musikalisch. Foto: Stadt PritzwalkLinh Phuong Dao und Uliana Rossoshanskaia begleiteten die Veranstaltung musikalisch. Foto: Stadt Pritzwalk

 

Museumsleiter Lars Schladitz sagte zum Abschluss der Veranstaltung: „Das Museum und die Gesellschaft für Heimatgeschichte sammelt weiter Erinnerungen. Wir sind gespannt auf neue Ergebnisse.“ Das Thema Bahnhofskatastrophe sei noch lange nicht komplett erforscht. 

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