Hochwasser brachte 1993 große Schäden
Neben den wirtschaftlichen und sozialen Umbrüchen schlug in Pritzwalk 1993 auch die Natur zu. Nach sintflutartigem Regen wurden am 12. Juni die sonst eher beschauliche Dömnitz und die unscheinbare Rodane innerhalb weniger Stunden zu reißenden Flüssen. Pritzwalks Straßen verwandelten sich in Wasserflächen und raus ging es nur noch mit Gummistiefeln. Viele Keller der Stadt waren komplett vollgelaufen.
Die Schäden waren enorm. Im Bereich der Havelberger und der Putlitzer Straße wurden die Fahrbahn und die Brücken schwer in Mitleidenschaft gezogen. Als die Fluten sich zurückzogen, klafften tiefe Löcher in den unterspülten Bereichen. Für viele Häuser im Bereich der Dömnitzinsel kam in der Folgezeit der Abriss. Nachdem die historische Bausubstanz in der DDR-Zeit wenig gepflegt worden war und viele Gebäude sich im desolaten Zustand befanden, brachten Wasser und Leerstand das Ende.