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Statement für die Bahnverbindung nach Norden

15. 09. 2023

Karow/Pritzwalk. Die Fahrt des advanced TrainLab der Deutschen Bahn, der zu Messzwecken am 13. September von Güstrow Richtung Neustadt/Dosse fuhr, war Anlass für viele Beteiligte, sich einmal mehr für den Erhalt der Verbindung zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern einzusetzen. Unterstützt wurde das Anliegen von Teilnehmern aus zwei Bundesländern und fünf Landkreisen, informierte der Landkreis Prignitz in einer Pressemitteilung.

 

Stopps legte der Zug im mecklenburgischen Karow und in Pritzwalk ein. Dort forderten die teils prominenten Fahrgäste den Erhalt und Ausbau der Bahnstrecke sowie die Umsetzung des Konzeptes ‚Karow 365+‘ – soll heißen, die Schaffung einer alternativen Verbindung von Berlin nach Rostock.

 

Mit dem Test-Zug von Karow gekommen

Im Pritzwalker Bahnhof gaben als Redner der Prignitzer Landrat Christian Müller, der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und Ralf Böhme von RegioInfra ihr Statement für den Erhalt und Ausbau der Verbindung ab. Sie waren alle zuvor mit dem Zug von Karow nach Pritzwalk mitgefahren.

 

Ungewöhnlicher Anblick: der advanced TrainLab der Deutschen Bahn im Pritzwalker Bahnhof. Foto: Katja ZeigerUngewöhnlicher Anblick: der advanced TrainLab der Deutschen Bahn im Pritzwalker Bahnhof. Foto: Katja Zeiger

 

Vor Ort dabei waren auch der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt, die Finanzministerin Katrin Lange (SPD), die SPD-Bundestagsabgeordnete Wiebke Papenbrock, die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke, der Neustädter Amtsdirektor Andreas Schumacher, der Meyenburger Amtsdirektor Matthias Habermann und viele andere Mitfahrende des Zugs.

 

In Pritzwalk hat man schon die Voraussetzung dafür geschaffen, um die Bahnlinie wieder aufwerten zu können, wie Bürgermeister Dr. Ronald Thiel betonte: „Die Stadt hat vor vielen Jahren den Bahnhof gekauft“, erklärte er und berichtete, wie viel sich seitdem im Bahnhofsgebäude sowie bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfelds und des Bahnhofsgeländes selbst getan hat. Die DB Netz AG hatte erst im Frühjahr dieses Jahres eine grundlegende Sanierung der technischen Ablagen und Gleise rund um den Bahnhof abgeschlossen.

 

Ein deutliches Signal für den Streckenerhalt gesetzt

Die Botschaft von Pritzwalk ist klar: Die Strecke muss in jedem Fall befahrbar bleiben. Dies setzt vor allem die Unterstützung des Bundes voraus, aber auch die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind gefordert, durchgehende Verkehre zwischen den Metropolen Berlin und Rostock langfristig zu bestellen und den Ausbau des Schienennetzes zu forcieren.

 

In einem waren sich am Ende der Zugfahrt alle einig: Es sei wichtig, nach außen erneut ein deutliches Signal an den Bund und die beiden Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu senden, dass sich der ländliche Raum beim Thema Mobilität auf der Schiene nicht abhängen lässt. Es komme weiterhin darauf an, die Bahnverbindung von Neustadt über Kyritz und Pritzwalk, dann weiter über Karow bis nach Rostock dauerhaft zu betreiben. (Landkreis Prignitz)

 

Bild zur Meldung: In der Bahnhofshalle von Pritzwalk positionierten sich die Teilnehmer der Sonderfahrt für den Erhalt und den Ausbau der Bahnverbindung von Neustadt (Dosse) über Pritzwalk nach Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Katja Zeiger