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Entwurf für den Kultur- und Bildungspark liegt vor

27. 02. 2021

Pritzwalk. Einen Entwurf zur Gestaltung des Kultur- und Bildungsparks hat das beauftragte Planungsbüro Neumann Gusenburger im Februar im Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellt. Jetzt können sich auch noch einmal interessierte Bürgerinnen und Bürger mit ihren Anregungen einbringen. Bis zum Sommer soll das fertige Konzept vorliegen: Den Stadtverordneten soll in ihrer Juni-Sitzung die Endfassung vrgelegt werden. In den kommenden vier bis fünf Jahren könnten dann die einzelnen Abschnitte umgesetzt werden.

 

Bürgerideen flossen ein

Dem Entwurf vorausgegangen sind zahlreiche Abstimmungen mit dem Amt für Stadtentwicklung sowie den Anliegern (Bildungsgesellschaft Pritzwalk mbH, Kulturhaus inklusive Hotelbetrieb, Restaurant Thessaloniki, Stadtbibliothek und weitere). Im Vordergrund standen dabei eine verbesserte Erschließung der einzelnen Einrichtungen und die Anordnung von ausreichenden Stellplätzen nicht nur für Pkw, sondern auch für Busse und Fahrräder.

 

Plangebiet für das Kulturhausumfeld. Quelle Neumann Gusenburger

Die Skizze des Büros Neumann Gusenburger umreißt das Plangebiet für das Kulturhausumfeld.

 

Ebenso eingeflossen sind die Anregungen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Frühsommer 2020 zusammengetragen wurden. Pandemiebedingt erfolgte die Beteiligung mittels einer Umfrage. So hatten die Bürger bis Mitte Juni die Gelegenheit, ihre Meinungen und Ideen über Fragebögen zum Ausdruck zu bringen. Der Fragebogen war Bestandteil der Ausgabe 5/2020 „Pritzwalk im Blick“ und konnte zudem unter www.pritzwalk.de abgerufen werden.

 

An den Grüngürtel angebunden

Das vorliegende Gestaltungskonzept greift die Bearbeitungsschwerpunkte Erschließung, Erholung und Stellplätze auf und gliedert den Kultur- und Bildungspark in unterschiedliche funktionale Bereiche. Mit der Öffnung nach Süden zur Dömnitz wird der Park an den Grüngürtel angebunden.

 

Die Erschließung des Geländes erfolgt nach wie vor im Osten über den Kietz und im Westen über die Schlachthausstraße. Eine Durchfahrt vom Kietz bis zur Schlachthausstraße soll es nicht mehr geben. Insgesamt werden zwei größere Parkplätze geschaffen. Die Pkw-Stellplätze an der Stadtbibliothek und im Bereich der Spielothek fallen weg.

 

Viel mehr Parkplätze

Künftig wird an das Parken von Bussen bei Veranstaltungen gedacht: An der Schlachthausstraße können drei Busstellplätze entstehen. Am Kietz sind drei Stop-&-Go-Busplätze sowie zwei Pkw-Stellplätze vorgesehen. Die Anzahl der Stellplätze erhöht sich von derzeit 99 auf dann 152. Zusätzlich können optional noch etwa 77 Plätze auf dem Vorplatz angeboten werden. Auch die Zahl der Fahrradabstellplätze erhöht sich auf 82. Sie sollen im Bereich der Stadtbibliothek, der Berufsschule und entlang der Gebäudefront am Platz vor dem Kulturhaus angeordnet werden.

 

Auch der Platz vor dem Kulturhaus am Kietz soll neu gestaltet werden. Foto: Beate Vogel

Auch der Platz vor dem Kulturhaus am Kietz soll neu gestaltet werden. Foto: Beate Vogel

 

Fünf Bereiche mit unterschiedlichen Funktionen und Gestaltungsansätzen könnten es am Ende sein:

 

1. Platz vor dem Kulturhaus

Im Sinne eines städtischen Platzes soll er einen repräsentativen Auftakt zu den Einrichtungen des Kultur- und Bildungsparks bilden. Der Eingangsbereich wird mit der Platzgestaltung hervorgehoben: das Kulturhaus bekommt damit eine Vorderseite. Als befestigte, multifunktionale Fläche kann er für Veranstaltungen genutzt werden oder auch bei Bedarf als zusätzlicher Parkplatz. Die Beleuchtung soll eine große Rolle spielen.

 

2. Landschaftspark

Die hintere Fläche zwischen Kulturhaus und Stadtbibliothek soll grundsätzlich als offener Landschaftspark mit ausgedehnter Rasenfläche und einzelnen Spielgeräten sowie Sitzmöglichkeiten aufgewertet werden. Somit bekommt das Kulturhaus eine gestaltete Rückseite. Der Landschaftspark dient als verbindendes Element zwischen den Einrichtungen selbst und innerhalb des Stadtgebietes.

 

3. Parkplatz P 1 mit Baumhain

Die derzeit „wilde“ Parkfläche oberhalb des Kulturhauses am Holzhof wird künftig zum Parkplatz mit 63 befestigten Stellplätzen ausgebaut. Die vorhandenen Flächen direkt am Kulturhaus sollen mit Ausnahme der Anliefer- und Wegeflächen entsiegelt und begrünt werden. Ein Baumhain lädt zum Verweilen ein und verbindet die Nutzungen Parkplatz, Kulturhaus und Bildungsgesellschaft.

 

4. Berufsschule mit Parkplatz P4

Vor der Berufsschule entsteht ein großer Parkplatz mit insgesamt 87 Stellplätzen. Er soll vor allem bei Großveranstaltungen zur Entlastung beitragen. Die Anbindung erfolgt ausschließlich von der Schlachthausstraße.

 

5. Lesegarten

Südlich der Stadtbibliothek öffnet sich der Kultur- und Bildungspark als Lesegarten zur Dömnitz. Eine Terrasse sowie verschiedene Sitzelemente bieten Verweil- und Erholungsmöglichkeiten. Der vom Bereich Landschaftspark kommende Gehweg führt bis zum Kietz und bindet so an den Grüngürtel an. Die Eingangstreppen zur Bibliothek können zugunsten einer langen, flachen Rampe entfallen.

 

Nun sind die Bürgerinnen und Bürger gefragt: Das Gestaltungskonzept legt die Nutzungen des Kultur- und Bildungsparks fest und ordnet sie räumlichen Bereichen zu. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann sich gern über die E-Mail einbringen. Einsendungen per Post können an die Stadtverwaltung Pritzwalk, Amt für Stadtentwicklung, Andrea Asse, Gartenstraße 12, 16928 Pritzwalk geschickt werden. Sie ist telefonisch unter 03395/76 08 58 erreichbar.

 

Details werden noch abgestimmt

Wie die Gestaltung der einzelnen Bereiche – insbesondere des Platzes vor dem Kulturhaus, des Landschaftsparks oder des Lesegartens – im Detail aussehen wird, soll im Rahmen vertiefender Planungen weiterentwickelt werden. Hier erfolgt dann auch zum Beispiel die Auswahl und die Anordnung zusätzlicher Gehölze, der Stadtmöbel wie etwa Bänke, der Beleuchtung und der Spielgeräte. Auch die Oberflächenbeläge müssen noch im Detail abgestimmt werden.

 

Der komplette Entwurf für das Konzept wird in der März-Ausgabe von Pritzwalk im Blick präsentiert sowie ab Anfang März auch auf der Homepage der Stadt Pritzwalk unter www.pritzwalk.de/Stadtentwicklung einsehbar sein.

 

Gastbeitrag von Alexandra Valentin, Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH

 

Quellen: Grafiken von
Neumann Gusenburger
Landschaftsarchitekten
Ingenieure, Sachverständige
Heerstraße 90, 14055 Berlin

 

Bild zur Meldung: Das Kulturhaus ist eines der stadtbildprägenden Gebäude in Pritzwalk. Quelle: Neumann Gusenburger