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KEEN-Kommunen berieten in Pritzwalk mit Fachleuten über Energieeffizienz

12.09.2019

Pritzwalk. Zum 9. Treffen des „Kommunalen Energieeffizienz Netzwerks“ (KEEN) waren am Mittwoch, 11. September, knapp 20 Vertreter aus Kommunen und branchenspezifischen Unternehmen zu Gast in der Pritzwalker Museumsfabrik. Bürgermeister Dr. Ronald Thiel eröffnete die Tagung und erinnerte an die Gründungsveranstaltung für KEEN am 23. Juni 2017 in Potsdam. Jens Teich von der EMB (Energie Mark Brandenburg GmbH) leitete die Fachtagung am Mittwoch.

 

Abstimmung mit dem Denkmalschutz

Kommunen, Energieunternehmen und Fachberater tauschen in dem Netzwerk ihre Erfahrungen in Sachen Energieeinsparungen und Emmissionsvermeidung aus. Die Teilnehmer kamen diesmal unter anderem aus Potsdam, Schönwalde-Glien, Hohen-Neuendorf, Fehrbellin. Zu den Netzwerktreffen gehört neben den Fachvorträgen immer auch eine Vor-Ort-Erkundung, erklärte Andrea Asse aus dem Amt für Stadtentwicklung.

 

Diese fand direkt in der ehemaligen Tuchfabrik statt, bei deren Sanierung ebenfalls energetische Aspekte umgesetzt wurden. So haben die Stadtwerke Pritzwalk in die Tuchfabrik ein Blockheizkraftwerk eingebaut, das Michael Schneider von den Stadtwerken den Teilnehmern beim Rundgang erklärte. Museumsleiter Lars Schladitz führte außerdem durchs Gebäude und erläuterte unter anderem, dass in Abstimmung mit dem Denkmalschutz energieeffiziente Fenster eingesetzt wurden.

 

Ein Minimum an Emmissionen

Auch beim Straßenbau wird auf eine Minimierung energetischer Emmissionen geachtet: „Wir haben 2100 Leuchtpunkte in der Stadt und den Ortsteilen, da müssen wir was machen“, so der Bürgermeister. Er wies auf die kürzlich eröffnete Querungshilfe am Kietz hin: „Sie wird mit hochmodernen, sparsamen LED-Lampen beleuchtet, die sehr wenig Licht-Emmissionen abgeben.“

 

Bei jedem Neubau und jeder Sanierung müssen immer auch energetische Fragen beantwortet werden, die in Pritzwalk laut Bürgermeister Dr. Thiel umgesetzt werden. „Wir haben Verwaltungsgebäude, zwei Grundschulen, Kitas, Horte und ein großes Kulturhaus“, zählte er auf. Die Jahn-Grundschule bekommt zum Beispiel derzeit neue Fenster, die insbesondere vor Wärme schützen.

 

Solarthermie und Speichertechnologien

Bianca Lehmann von der „nsb“ (Nymoen Strategieberatung) erinnerte an die bereits behandelten Themen rund um den effizienten Einsatz erneuerbarer Energien in öffentlichen Gebäuden. So seien verschiedene Wäremerzeuger wie Blockheizkraftwerke oder Gasthermen ebenso besprochen worden wie Nahwärmenetze, Solarthermie, Straßenbeleuchtung, Photovoltaik oder Speichertechnologien.

 

Am Mittwoch ging es in den Vorträgen um die Nutzung von Abwärme, Heizmatten und Kühlsysteme. Am Nachmittag stimmten die Netzwerkmitglieder Organisatorisches ab. Die Abschlussveranstaltung ist im Mai 2020 in Potsdam angesetzt. Damit endet das Projekt. Beate Vogel

 

Foto: Auch nachts taghell, aber sehr sparsam: Die neuen LED-Lampen am Kietz geben nach oben hin wenig Emmissionen ab. Foto: Lars Schladitz