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Pritzwalker gedachten der Bahnhofskatastrophe

15. 04. 2021

Pritzwalk. Mit Zeitzeugengeschichten erinnerten Pritzwalker am 15. April an die Explosionskatastrophe auf dem Pritzwalker Bahnhof vor 76 Jahren. „Wir wollen das Gedenken pflegen – im Rahmen unserer Möglichkeiten“, betonte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel während einer Gedenkveranstaltung in ganz kleinem Rahmen. Am 15. April 1945 war ein Munitionszug am Bahnhof von einem Aufklärungsflieger beschossen worden. Die Explosionen zerstörten das gesamte Viertel und waren für Pritzwalk so einschneidend wie der große Stadtbrand im November 1821.

 

Vertreter des Parlamentes waren dabei

Eingefunden hatten sich neben dem Bürgermeister auch Dr. Wolfgang Simon, Vorsitzender der Gesellschaft für Heimatgeschichte, Klaus-Peter Garlin (CDU), Helmut Kühn (Freie Wähler Pro Prignitz) und Rüdiger Kurtz (SPD) aus dem Stadtparlament sowie Lars Schladitz, Leiter der Museumsfabrik Pritzwalk.

 

Dr. Wolfgang Simon zitierte den damals 15-jährigen Horst Paetz, der von dem Abend im April 1945 berichtete, den er zu Hause in Birkenfelde verbrachte: „Der gewaltige Knall war sogar in Birkenfelde zu hören. Es sah aus, als ob ganz Pritzwalk brannte.“ Horst Paetz habe damals auch Waggons mit Munition gesehen. „Er war der erste, der die V-2-Waffen als solche erkannt hat“, so Dr. Wolfgang Simon.

 

Zeitzeugen sind von großer Bedeutung

Lars Schladitz berichtete von Dieter Gorsleben. Dieser erlebte die Explosion als Neunjähriger in der damaligen Danziger Straße nahe dem Bahnhof. „Es war ein großer Knall und eine enorme Druckwelle, bei der die Mutter verletzt wurde“, verlas der Museumsleiter.

 

Einig waren sich die Beteiligten darin, wie wichtig die Berichte der Zeitzeugen sind – unter anderem Ergebnis eines Schülerprojektes am Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums vor einigen Jahren. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Rüdiger Kurtz, Dr. Ronald Thiel, Dr. Wolfgang Simon und Lars Schladitz (v.l.) am Gedenkstein für die Opfer der Bahnhofskatastrophe im April 1945. Foto: Beate Vogel