Pritzwalk. Schon der Einstieg mit der englischen Volksweise „This is my Fathers World“ sorgte für Gänsehaut: Mit 70 Sängern trat der Dresdner Kreuzchor am 8. Juli in der Pritzwalker St. Nikolai Kirche auf. Es war das zweite Konzert in Pritzwalk und zugleich der Abschluss seiner Sommerreise. Für einige der Sänger des Weltklasse-Ensembles war es ein schwerer Abschied: Die Abiturienten verlassen den Chor und damit die Gemeinschaft.
Musik kann Menschen verbinden
Bürgermeister Dr. Ronald Thiel als Schirmherr des Konzertes wünschte den Zuhörenden in der vollen Kirche einen wunderbaren Abend: „Musik hat die einzigartige Kraft, Menschen über alle Grenzen hinweg zu verbinden.“
Das zweistündige Musikerlebnis bot vor allem geistliche Gesänge von Heinrich Schütz (1585-1672), Johann Sebastian Bach (1685-1750), und Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847), aber auch Moderneres von Noble Cain (1876-1977). In der St. Nikolai Kirche entfalteten die perfekt harmonierenden Stimmen eine Kraft, die schnell ans Herz ging.
Tränen zum Abschied
Kreuzkantor Martin Lehmann dirigierte den Chor zur höchsten musikalischen Vollendung, die in sechs- bis achtstimmigen Stücken gipfelte. Nicht nur die jungen Sänger, auch ihre Gastfamilien und viele andere Zuhörer ließen sich am Ende zu Tränen rühren, als der Abschied näher rückte.
Federführend bei der Vorbereitung des Abends war der Pritzwalker Kantor Christian Reishaus. Er dankte allen Helfern und Unterstützern: den Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde, Gasteltern und -geschwistern, der Pritzwalker Buchhandlung, der Volks- und Raffeisenbank Prignitz und nicht zuletzt der Stadt Pritzwalk, die vor dem Südeingang noch ein Imbissangebot und Getränke vorbereitet hatte. Beim gemütlichen Zusammensein sangen die älteren Sänger zu später Stunde noch ein paar passende Lieder.
Mit einem ergreifenden Konzert verabschiedete sich der Dresdner Kreuzchor am 8. Juli in Pritzwalk aus seiner Sommerreise 2026. Die 70 Sänger brachten unter Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann vor allem kirchliche Lieder zu Gehör - darunter Kompositionen für sechs bis acht Stimmen. Sehr emotional wurde es zum Ende hin, da ein Teil der Kreuzianer nach dem Abitur den Chor verlässt. Fotos: Stadt Pritzwalk