Pritzwalk. Vollgepackt mit Hightech sind die orangefarbenen Fahrzeuge der Induka Service GmbH. Damit können Rohrleitungen tief unter der Erde genau untersucht werden. Dieses Jahr feiert Geschäftsführer Mike Blechschmidt mit dem 25-köpfigen Team das 20-jährige Bestehen der Firma. Jetzt bekam er Besuch von Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und René Georgius, dem Leiter des RegionalCenters Prignitz der Industrie- und Handelskammer.
Per Kamera wird alles kontrolliert
Zu den Dienstleistungen gehören Kanaluntersuchungen, Kanalreinigungen (Spülungen) und -sanierungen. Mit Kamerawagen fahren die Mitarbeiter in Kanalsysteme, die mitunter nur zehn Zentimeter Durchmesser haben. Im Wagen wird dann am Bildschirm kontrolliert, wie die Leitung aussieht: Gibt es Brüche, Ablagerungen, Absenkungen? Für Leitungen im Industriebereich gibt es sogar eine noch kleinere Schiebekamera, die bis zu sechs Zentimeter Durchmesser befahren kann.
Untersucht werden nicht nur akute Schäden, betont Mike Blechschmidt. „Wir untersuchen Kanäle vor Baumaßnahmen, zum Beispiel die alten Leitungen vor der Pritzwalker Bibliothek, oder machen Dichtigkeitsprüfungen bei neuen Entwässerungsleitungen nach Baumaßnahmen wie bei der Nord-Ost-Spange“, erklärt er. Das geschieht, wenn die Leitungen im Boden sind, aber die Straßendecke noch nicht aufgebracht wurde.
Kommunen und große Unternehmen
Kunden von Induka sind Kommunen wie Pritzwalk oder Industriebetriebe wie Swiss Krono. Aktuell ist Induka viel für die Deutsche Bahn unterwegs. Die Einsatztechnik ist sehr teuer. Begonnen hat das Unternehmen laut Mike Blechschmidt mit vier bis fünf Mitarbeitenden. Seit der Gründung wurden 3,5 Millionen Euro investiert. Induka gehört zur Blechschmidt-Induka-Group.