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Vortrag erklärt die archäologische Erkundung des Bürgerplatzes

Auf dem Pritzwalker Bürgerplatz soll es einmal eine "Burg" gegeben haben. Der Standort ist auf einem alten Stadtplan von 1727 eingezeichnet. Quelle: Museumsfabrik (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Auf dem Pritzwalker Bürgerplatz soll es einmal eine "Burg" gegeben haben. Der Standort ist auf einem alten Stadtplan von 1727 eingezeichnet. Quelle: Museumsfabrik

Pritzwalk. Wie lassen sich archäologische Spuren entdecken, ohne einen Spaten in die Hand zu nehmen? In diesem Vortrag gibt der Wissenschaftler Dr. Philipp Koyan am Mittwoch, 25. März 2026, um 18 Uhr in der Museumsfabrik Pritzwalk spannende Einblicke in moderne geophysikalische Methoden, mit denen der Untergrund nahezu zerstörungsfrei untersucht werden kann. Der Vortrag richtet sich an alle, die sich für Archäologie, Geschichte und moderne Forschungsmethoden interessieren – ganz ohne Vorkenntnisse.

 

Seit mehreren Jahren arbeitet Dr. Koyan als Teil einer Forschungsgruppe der Universität Potsdam eng mit dem Sachbereich Denkmalschutz des Landkreises Prignitz zusammen, um die vielfältigen archäologischen Besonderheiten der Region zu erforschen und zu schützen. 

 

Die "Burg" am Bürgerplatz auf einer alten Karte

Unter der Erdoberfläche der Prignitz liegen wohl noch viele historische Zeugnisse. Eines davon ist die „Burg“ am Pritzwalker Bürgerplatz. Der Standort ist auf einem alten Stadtplan von 1727 als Ruine eingezeichnet. Ob es dort wirklich eine Burg oder einen großen Gebäuderest gab, ist bis heute nicht bestätigt. Eine Bodenerkundung anlässlich des Jubiläumsjahres zu 770 Jahre Stadtrecht von Pritzwalk wird möglicherweise bald Antworten bringen. Mit Hilfe von Verfahren wie Geomagnetik, Georadar und elektromagnetischer Induktion werden verborgene Strukturen sichtbar gemacht, die seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden im Boden verborgen liegen.

 

Methoden der Geophysik werden erklärt

Anhand von Beispielen, vorrangig aus der Prignitz, wird gezeigt, wie die Methoden der Geophysik in der archäologischen Erkundung eingesetzt werden – etwa um Reste von Gebäuden und Mauern, alte Wegenetze oder Grablegen zu erkennen. Die Kombination verschiedener Messverfahren hat sich dabei besonders bewährt und liefert wertvolle Vorabinformationen für Archäologinnen und Archäologen. 

 

INFO Der Eintritt zum Vortrag kostet 7 Euro. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Museumsfabrik unter www.museum-pritzwalk.de oder über die Telefonnummer 03395/76 08 11 20.

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