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Schwarzspecht nutzt alte Baumstämme am Hainholzweg

30 Zentimeter tiefe Schwarzspechthöhle im Hainholzweg. Foto: Stadt Pritzwalk (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: 30 Zentimeter tiefe Schwarzspechthöhle im Hainholzweg. Foto: Stadt Pritzwalk

Pritzwalk. Der scheue Schwarzspecht ist im Pritzwalker Hainholz heimisch.  Zu sehen ist das zum Beispiel an seinen teils recht neuen Höhlen, die in einigen alten Bäumen am Hainholzweg entstanden sind. Genau diese alten Bäume benötigt der große, schwarze Vogel mit dem leuchtend roten Helm. 

 

Die große Spechtart, deren wissenschaftlicher Name Dryocopus martius soviel wie „kriegerischer Eichenhämmerer“ bedeutet, nutzt alte, kranke Bäume für den Höhlenbau, erklärt Peter Kniesel vom Fachbereich Öffentliche Anlagen und Flächen. Normalerweise würden an solchen Bäumen nach und nach die kranken Äste entfernt, bis am Ende kaum noch etwas übrig ist vom Baum: „Eine Fällung auf Raten“, so Peter Kniesel.

 Der Schwarzspecht wird bis zu 50 Zentimeter lang. Er ist sehr scheu. Foto: Renate/Pixabay 

So aber wird die Krone abgenommen und der Baum bleibt trotzdem ein Lebensraum für die heimischen Vögel. „Wir lassen die halbhohen Stämme deshalb stehen, nachdem wir die Krone entfernt haben“, sagt Peter Kniesel. Dann sei auch die Verkehrssicherheit gewährleistet. 

 

Die großen Höhlen in drei bis fünf Metern Höhe in den Baumstämmen am Hainholzweg sind gut zu sehen: Eine hat eine 25 Zentimeter weite Öffnung, eine andere reicht an die 30 Zentimeter tief in den Baumstamm hinein.

 Die Kronen der kranken Bäume werden abgenommen, dann können die Vögel den Stamm weiter nutzen, ohne dass Gefahr besteht. Foto: Stadt PritzwalkBäume 

Unter der Rinde und im Holz findet der scheue Vogel Nahrung. Die Höhlen nutzt der Schwarzspecht für seine Brut. Ist er ausgezogen, ziehen zum Beispiel Stare, manche Eulenarten, Fledermäuse oder Eichhörnchen, aber auch Bienen und Hummeln ein.

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