Pritzwalk. Viel mehr Platz, verbesserte Anlieferbedingungen und eine Einrichtung mit aktuellem technischen Standard – das sind drei Vorteile der neuen Kleinannahmestelle in der Hermann-Graebke-Straße in Pritzwalk. Offiziell wurde die Einrichtung nun am Dienstag, 10. Juni, übergeben. Bis die Bürger sie nutzen können, werden noch einmal zwei Wochen vergehen. In dieser Zeit findet der Umzug in die neue Annahmestelle statt. Ab dem 24. Juni geht diese dann in Betrieb. Das gaben der Landkreis Prignitz und die Stadt Pritzwalk in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt.
Wichtige Investition
Die Eröffnung nahmen Landrat Christian Müller, Pritzwalks Bürgermeister Dr. Ronald Thiel, der Geschäftsführer der Becker Umweltdienste GmbH Perleberg, Robert Enge, der Vorsitzende des Prignitzer Kreistages, Michael Ballenthien, sowie der Vorsitzende des Kreistags-Ausschusses für Kreislaufwirtschaft, Jean-René Adam,und das Kreistagsmitglied Claudia Bellach.
Außerdem waren Mitarbeiter der Kreisverwaltung, Vertreter der bauausführenden Firma Perleberger Tiefbau GmbH und der Firma BN Umwelt GmbH, die für die Planung und Bauleitung zuständig war, zugegen.

In die Stellplätze werden die Container für die jeweiligen Abfälle platziert. Foto: Stadt Pritzwalk
Für Landrat Christian Müller ist die neue Kleinannahmestelle eine wichtige Investition: „Ich freue mich, dass wir damit vor Ort nun eine moderne Kleinannahmestelle haben, die sowohl den neuesten abfallrechtlichen Anforderungen und technischen Standards entspricht als auch die Bedingungen genauso benutzerfreundlich gestalten wird wie in unseren anderen Annahmestellen in Perleberg und Wittenberge.“
Langes Genehmigungsverfahren
Die Bedingungen in der alten, seit dem Jahr 2000 existierenden Annahmestelle, seien alles andere als gut gewesen: „Wir mussten tätig werden.“ Einziger Wermutstropfen war das extrem lange Genehmigungsverfahren: Von der ersten Idee bis zur Fertigstellung dauerte das Projekt sechs Jahre. Insgesamt wurden von circa zwei Millionen Euro investiert.
Die Auffahrrampe bietet künftig ein bequemes Entsorgen der Abfälle. Foto: Stadt Pritzwalk
Ein Dank des Landrats ging an den Prignitzer Kreistag, der mit seiner Entscheidung den Weg für das Projekt freigemacht hatte. Christian Müller: „Das ist ein Zeichen an die Bürger in und um Pritzwalk. Es freut mich sehr, dass es ein einigermaßen wohnortnahes Angebot zur Abfallentsorgung gibt.“ Christian Müller sieht zudem in dem Projekt ein „gutes Beispiel für kommunale Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis“. Dafür dankte der Landrat dem Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel.
Gute Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt
Diesen Dank gab der Bürgermeister zurück. „Ich freue mich, dass die Zusammenarbeit mit dem Landkreis, dem Kreistag und der Stadtverordnetenversammlung Pritzwalk bei diesem Projekt so erfolgreich war“, sagte Dr. Ronald Thiel. Dass es eine gute Investition ist, zeigt die Zahl der Anlieferungen: Sie hat sich von 2017 (5878) bis 2023 (14 977) mehr als verdoppelt.
Von oben (der Container ist dann natürlich offen) kann das Abfallprodukt bequem eingefüllt werden. Foto: Stadt Pritzwalk
Auf der auch als Recyclinghof bekannten Einrichtung können die Bürgerinnen und Bürger ganz verschiedene Abfälle abgeben: kostenlos zum Beispiel alte Elektrogeräte, Schrott, Batterien, Druckerpatronen, Papier und Kartonagen. Gegen Gebühr werden in der Kleinannahmestelle zum Beispiel Grünabfälle, Bauschutt, Dämmstoffe, Autoreifen oder Sperrmüll entgegengenommen.
Gezahlt werden kann bar oder mit Karte
Mit dem Pkw fahren die Kunden künftig auf die Anlieferrampe und können die Wertstoffe bequem von oben in die jeweiligen Container werfen. Gezahlt werden kann bar oder mit Karte. Gern wird die Anlieferung am Samstagvormittag auch für einen Plausch mit Bekannten genutzt.
TIPP Die ausführliche gemeinsame Pressemitteilung von Kreis und Stadt mit weiteren Informationen zu dem Vorhaben kann auf der Webseite des Landkreises nachgelesen werden. Dort gibt es auch den Flyer zur Entsorgung von Kleinabfällen - allerdings noch mit der bisherigen Adresse der Kleinannahmestelle in Pritzwalk.