Pritzwalk. In der Halle des Pritzwalker Bahnhofes gedenkt die Stadt Pritzwalk am Montag, 5. Mai, zwischen 15 und 17 Uhr der Explosion des Pritzwalker Bahnhofs und des Kriegsendes vor 80 Jahren. Der Blick in die Vergangenheit ist auch der Auftakt für die Pritzwalker Zukunftswoche, in der sich über die Entwicklung der Stadt ausgetauscht und informiert wird.
Kurz vor Kriegsende, am Abend des 15. April 1945, explodierte nach einem Luftangriff ein im Pritzwalker Bahnhof abgestellter Munitionszug. Die Katastrophe zerstörte das Bahnhofsviertel und forderte zahlreiche Todesopfer, unter anderem im voll besetzten Kino gegenüber dem Bahnhof. Am 2. Mai erreichte die Rote Armee die Stadt. Während der frühen Besatzungszeit wurden weitere Gebäude in Pritzwalk zerstört. Zwölf Jahre Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und sechs Jahre Krieg waren zu Ende gegangen.

In der Museumsnacht zeigen Pritzwalker Gymnasiasten ein Theaterstück zur Explosionskatastrophe am 15. April 1945. Das wird auch am 5. Mai präsentiert. Foto: Museum Pritzwalk
Zum Gedenken zeigen Schülerinnen und Schüler des Pritzwalker Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums das Theaterstück „Es fing so harmlos an“, welches die Pritzwalker Schicksalsnacht künstlerisch verarbeitet. Im Anschluss liefert der Pritzwalker Museumsleiter Lars Schladitz einen Vortrag mit Zeitzeugenberichten und Forschungsergebnissen. Die Veranstaltung wird von Linh Phuong Dao und Uliana Rossoshanskaia musikalisch begleitet.
INFO Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Weitere Informationen gibt es beim Museumsteam unter Telefon 03395/76 08 11 20.