Museumsfest bot Handwerkskunst und Rätselspaß im Escape-Room
Pritzwalk. Rund 250 Besucherinnen und Besucher fanden am Sonntag den Weg in den Innenhof der Tuchfabrik. Die Museumsfabrik Pritzwalk hatte zum Internationalen Museumstag zum Museumsfest eingeladen. Bürgermeister Dr. Ronald Thiel schaute ebenfalls vorbei. Der neue Escape-Room fand großen Anklang: Fast ohne Pause nutzten Besuchergruppen die Herausforderung, das Rätsel um das „Labor 770“ zu lösen.
Erstmals im Innenhof
„Mit dem Museumstag wollen wir Menschen abholen, die sonst nicht unbedingt ins Museum gehen“, sagte Museumsleiter Lars Schladitz über das Museumfest. Es fand erstmals im Innenhof der Museumsfabrik statt. „Das ist ein gutes Konzept und könnte so in Zukunft immer hier stattfinden.“ Auch Pritzwalker Stadtverordnete schauten am Sonntag vorbei.
Ab 10 Uhr warteten verschiedenste Angebote auf Gäste. Das Team der Museumsfabrik hatte zum Beispiel Papierschöpfen vorbereitet. In Kombination mit zarten Gräsern und einer Prise Kräutertee entstanden dabei ganz individuelle Karten. Auch andere Handwerkskünste konnten bestaunt werden. Abiturienten des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums boten selbst gefertigte Töpferkunst zum Verkauf an. Der Erlös fließt in das Hilfsprojekt im indischen Asha Vihar, dem sich das Gymnasium seit 1997 verpflichtet fühlt.
Im geheimen Labor unterwegs
Unten im Ausstellungsraum versuchten sich allein bis zur Mittagszeit fünf Teams im Escape-Room. Die fiktive Pritzwalker Wissenschaftlerin Waltraut Hämpel ist verschwunden. Ihr geheimes „Labor 770“ – eingerichtet im Stil des frühen 19. Jahrhunderts - bietet die einzigen Anhaltspunkte über ihren Verbleib. Leider drängt die Zeit. Das Team hat 45 Minuten Zeit, das Rätsel zu lösen.
Museumsleiter Lars Schladitz stand sicherheitshalber draußen bereit, um weiterzuhelfen, falls die Teilnehmenden Hilfe brauchten. Der Escape-Room kann bis 21. März 2027 während der Öffnungszeiten der Museumsfabrik besucht werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Anmeldung unter Telefon 03395/76 08 11 20 empfohlen.
Temporäre Ausstellung zur Museumsarbeit
Eine neue, temporäre Ausstellung dokumentiert, dass Museumsarbeit nicht nur in den Ausstellungsräumen stattfindet. Vielmehr geht es auch um die Bewahrung des Pritzwalker Kulturerbes, was sich an verschiedensten Artefakten festmachen lässt. Das Museum lagert auch mehr als 450 Karten, Darstellungen von Pritzwalk und der Prignitz im Laufe der Jahrhunderte. Interessant sind historische Postkarten, die nicht nur wegen der Motive ein historisches Dokument sind, sondern ebenso einen Einblick in den Alltag der Verfasser ermöglichen.
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Das Museumsfest und der Escape-Room fanden großen Anklang (18.05.2026)
Viele Besucherinnen und Besucher fanden am Internationalen Museumstag den Weg in den Innenhof der Tuchfabrik. Neben dem Museumsfest gab es eine neue, temporäre Ausstellung zur Museumsarbeit sowie die ersten Teams im neuen Escape-Room "Labor 770". Der Escape-Room kann bis 21. März 2027 während der Öffnungszeiten der Museumsfabrik besucht werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Anmeldung unter Telefon 03395/76 08 11 20 empfohlen. Fotos: Stadt Pritzwalk
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