Glasfaserleitungen im Terrabyte-Bereich sollen verlegt werden
Pritzwalk. Ein extrem leistungsstarkes Glasfasernetz will die Deutsche Eisenbahn Service AG (DESAG) zusammen mit der Netz 33 GmbH, einer Tochter der Niedax Group, an ihrem Schienennetz installieren lassen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am Mittwoch im Pritzwalker Kulturhaus der DESAG-Vorstand Dr. Ralf Böhme und Bruno Reufels, CEO der Niedax Group.
"Leuchtturmprojekt" für die Region
Zu dem zukunftsweisenden Schritt waren neben dem brandenburgischen Verkehrsminister Detlef Tabbert (BSW) auch Christian Fenske, Leiter des Geschäftsbereichs II beim Landkreis Prignitz, Vertreter der Landesregierung Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommerns, der Bundeswehr und beteiligter Unternehmen eingeladen. Dr. Ralf Böhme führte durch die Veranstaltung.
Der Verkehrsminister wertete das Vorhaben als „Leuchtturmprojekt“, das die ganze Region attraktiver mache. Er versicherte bei der Gelegenheit, dass die Verbindung RB 73/74 bis 2027 laufe und vom Land bis 2028 verlängert werde.
Wir brauchen diesen Mut, neue Wege zu gehen
Bürgermeister Dr. Ronald Thiel erinnerte in seinem Grußwort an Projekte wie den HUB 53/10 und das Karower Kreuz, bei denen sich die Stadt in der Vergangenheit gemeinsam mit der DESAG um Lösungen bemüht hat. Er freue sich, dass nun ein richtungsweisender Schritt mit der Unterzeichnung der Vereinbarung in Pritzwalk getan wird: „Was wir brauchen, ist dieser Mut, auch mal atypisch zu handeln und neue Wege zu gehen.“
Die Netz33 GmbH baut laut CEO Bruno Reufels als erstes und einziges deutsches Unternehmen ein neues bundesweit zusammenhängendes, hochleistungsfähiges und homogenes Glasfaser-Backbone-Netz. Die Datenleitung, die entlang der Schienenwege der DESAG verlegt werden soll, ist nicht nur wegen ihrer Kapazität von mehreren hundert Terrabyte ein Meilenstein.
Hochleistungsfähige Datenverbindungen
Sie stehe für eine „sichere, resiliente und hochleistungsfähige Datenverbindungen, auch bei möglichen Bedrohungslagen oder Krisensituationen, und entspricht den Vorgaben von NIS2 und dem zukünftigen KRITS-Dachgesetz“, erläuterte CEO Bruno Reufels.
Das wegweisende System bietet außerdem als „multimodale Schiene“ Potenzial für viele weitere Bereiche, erklärte Dr. Ralf Böhme abschließend. Es biete etwa die Voraussetzung für dezentrale Datencenter, verbessere die Standortbedingungen für Industrie und Gewerbe, Kommunen und private Haushalte sowie ärztliche Versorgung. Außerdem ließen sich die vorhandenen regenerativen Energien besser nutzen und für eine regionale Wasserstoff-Wirtschaft bündeln, so der DESAG-Vorstand.
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