Leuchtturm für den Katastrophenfall zog viele Interessierte an

Zur Leuchtturm-Übergabe waren viele Interessierte zur Friedrich-Ludwig-Jahn-Sporthalle gekommen. Foto: Stadt Pritzwalk (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Zur Leuchtturm-Übergabe waren viele Interessierte zur Friedrich-Ludwig-Jahn-Sporthalle gekommen. Foto: Stadt Pritzwalk

Pritzwalk. Der Leuchtturm für den Katastrophenfall zog am Samstag, 19. Juli, viele Interessierte zur Pritzwalker Friedrich-Ludwig-Jahn-Sporthalle. Es handelt sich dabei um einen vorübergehenden Anlaufpunkt für den Katastrophenfall, um Menschen in Not zu helfen. Das kann bei einem Hochwasser, längeren Stromausfall oder einer Evakuierung von vielen Menschen zum Beispiel wegen einer Bombenentschärfung oder eines Gasautrittes sein. 

 

Leuchtturm hat Notstromversorgung 

Ausgestattet mit Notstromversorgung, Kommunikationsmitteln und Aufenthaltsmöglichkeiten bietet der Standort Schutz und Hilfe, wenn die regulären Versorgungsstrukturen ausfallen sollten. Der Landkreis hatte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und Bürgermeister Dr. Ronald Thiel die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme geschaffen.

 Das Team des Leuchtturms. Foto: Stadt Pritzwalk 

In der Sporthalle wurde eindrucksvoll gezeigt, wie dort Menschen im Ernstfall mit warmen Getränken, einen Ruheplatz, mit Strom zum Aufladen von Handys oder anderen technischen Geräten versorgt werden können. Die Stadtverwaltung präsentierte auch Geräte wie ein Kurbelradio, Lärmschutzkopfhörer, Wasserkocher, Mikrowelle, Megaphon, einen Erste-Hilfe-Rucksack, aber auch Putzzeug, Kaffeemaschine, eine Halskrause oder einen Werkzeugkoffer. Das sind alles Dinge, die im Notfall wichtig werden könnten und die im Leuchtturm bereitgehalten werden. 

 

Meilenstein für die kommunale Gefahrenabwehr

Für Pritzwalks Bürgermeister Dr. Ronald Thiel ist der Leuchtturm ein echter Meilenstein für die kommunale Gefahrenabwehr. „Sicherheit entsteht, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ich bin dankbar und stolz, dass wir in Pritzwalk auf so engagierte Kräfte zählen können“, sagte Dr. Ronald Thiel. Gleichzeitig dankte er allen Helfern und Partnern, die an diesem Kooperationsprojekt beteiligt sind. Dazu gehören die Freiwillige Feuerwehr Pritzwalk, das Deutsche Rote Kreuz und die SEE-Bereitschaft Prignitz, der Landkreis Prignitz und das Fachgebiet Ordnung und Sicherheit der Stadtverwaltung Pritzwalk.

 Pritzwalks Ortswehrführer Adraian Zechser (l.) bekommt den Schlüssel für das CBRN-Fahrzeug von Landrat Christian Müller. Foto: Stadt Pritzwalk 

CBRN-Fahrzeug wurde übergeben

Eingebettet in die Leuchtturm-Einweihung war die Übergabe des neuen CBRN-Erkundungsfahrzeugs. Wobei CBRN chemisch-biologisch-radioaktiv-nuklear bedeutet. 

Der Prignitzer Landrat Christian Müller überreichte den Schlüssel für das Fahrzeug am Samstag an den Pritzwalker Ortswehrführer Adrian Zechser. Das hochspezialisierte Fahrzeug verbessert die Fähigkeit, chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren frühzeitig zu erkennen und professionell zu bewältigen.  Zwei Kameraden der Pritzwalker Feuerwehr wurden im Vorfeld im Ahrtal im Umgang mit der neuen Technik geschult. Die beiden bereiten jetzt die anderen Einsatzkräfte vor Ort auf das Arbeiten mit dem CBRN-Erkundungsfahrzeug vor. Es hat sehr viel Messtechnik geladen. 

 

Land stellt Fahrzeug zur Verfügung

Das Fahrzeug ist eines von insgesamt fünf neuen, die das Land Brandenburg zur Verfügung stellt. Es ersetzt ein über 20 Jahre altes Modell aus dem Jahr 2002. Es wird in Pritzwalk stationiert sein, aber seinen Einsatz überörtlich auch in anderen Wehren haben. 

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Fotoserien

Übergabe des Leuchtturms für den Katastrophenfall (22.​07.​2025)

Der Leuchtturm für den Katastrophenfall wurde in Pritzwalk vorgestellt. Er befindet sich im Ernstfall in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sporthalle. Neben Notstrom werden dort auch Dinge vorgehalten, die im Notfall wichtig werden könnten, wie zum Beispiel Ladegeräte, Wasserkocher und Werkzeugkoffer. Fotos: Stadt Pritzwalk



 

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