Lilien in einer Grünanlage am Parkplatz Dömnitzinsel, im Hintergrund ein Plakat zur Ausstellung Zeitschichten | zur StartseiteKnapp 100 Radfahrer stehen für ein Erinnerungsfoto zur Sommertour mit dem Bürgermeister vor der Tuchfabrik. | zur StartseiteBlick in eine Wiese mit bunten Feldblumen | zur StartseiteLuftaufnahme der Pritzwalker Altstadt mit Kirche Sankt Nikolai und Tuchfabrik | zur StartseiteBlick über ein Getreidefeld mit Häusern des Dorfes Schönhagen und Windrädern am Horizont | zur Startseite

Pritzwalk im neuen Standardwerk über Stadtbefestigungen

14. 06. 2024

Pritzwalk. Neben mittelalterlichen Metropolen wie Lübeck und Brandenburg an der Havel findet sich Pritzwalk in einem neuen, großen Prachtband über „Mittelalterliche Stadtbefestigungen in der Mark Brandenburg und in Norddeutschland“ wieder. Den Beitrag verfasste der Prignitzer Historiker Gordon Thalmann. Er überreichte am 13. Juni je ein Exemplar an Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und Museumsleiter Lars Schladitz.

 

Das reich bebilderte, mit 2,6 Kilogramm in doppeltem Sinne schwergewichtige, Buch erschien im Oktober 2023 im Berliner Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte. „Laut dem Vorsitzenden der Landesgeschichtlichen Vereinigung für die Mark Brandenburg, Dr. Peter Bahl, handelt es sich bei dieser Veröffentlichung für die nächsten Jahrzehnte um das Standardwerk“, so Gordon Thalmann. 

 

Große bauliche Leistungen

Der Historiker Thalmann hat in einem wissenschaftlichen Aufsatz „die greifbaren archäologischen, bauhistorischen und geschichtlichen Quellen für Pritzwalk und Wittenberge zusammentragen und reich bebildert“ vorgestellt. „Stadtbefestigungen sind in den vergangenen 100 Jahren kaum betrachtet worden“, sagte er im Gespräch mit dem Bürgermeister und dem Museumsleiter. Dabei seien es große bauliche Leistungen gewesen.

 

Pritzwalk findet sich nicht nur mit den sichtbaren Mauerresten und dem Schalenturm im Buch wieder. Noch im 18. Jahrhundert soll die Stadt „eine der mächtigsten und besterhaltenen Stadtmaueranlagen in der Prignitz besessen haben“, beschreibt Chronist Bernhard Ludwig Bekmann in seiner „Historischen Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg“ von 1753. 

 

Historische Unterlagen aus dem Museum

Gordon Thalmann beleuchtet die Entstehung, den Ausbau, die Finanzierung und Bewirtschaftung der Wehranlage im Laufe der Jahrhunderte. Anhand der alten Stadtpläne kann der Leser die Entwicklung der Stadt Pritzwalk gut nachverfolgen. Museumsleiter Lars Schladitz hatte für den Beitrag viele historische Unterlagen aus dem Stadtarchiv und dem Museum zur Verfügung gestellt, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind.

 Historische Karten zeigen den einstigen Verlauf der Stadtmauer rund um Pritzwalk. Foto: Beate VogelHistorische Karten zeigen den einstigen Verlauf der Stadtmauer rund um Pritzwalk. Foto: Beate Vogel

 

Spätestens mit dem Stadtbrand von 1821 ging mit dem Großteil der Gebäude auch die Stadtmauer verloren. Sie wurde als Material für den Wiederaufbau verwendet. Auch der aktuelle Fund des Buchholzer Stadttores im Sommer 2023 bei den Bauarbeiten an der Querungshilfe in der Havelberger Straße wird in dem Beitrag behandelt. 

 

Im Herbst folgt einer Buchvorstellung

Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und Lars Schladitz freuten sich über das Belegexemplar. Es soll nun auch für die Bibliothek und für den Museumsshop angeschafft werden. Im Herbst wollen Lars Schladitz und Gordon Thalmann eine Buchvorstellung im Museum anbieten. Der Termin wird noch bekanntgegeben. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Gordon Thalmann behandelt in einem Beitrag in dem Buch über mittel-alterliche Stadtbefestigungen die Stadtmauer von Pritzwalk. Bürger-meister Dr. Ronald Thiel (r.) und Lars Schladitz (l.) freuen sich über ein Belegexemplar. Foto: Beate Vogel