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Bahnhof Pritzwalk wird erst im März 2023 fertig

08. 12. 2022

Pritzwalk. Eigentlich sollte der modernisierte Bahnhof in Pritzwalk zum 7. November in Betrieb genommen werden. Leider ist der Abschuss aller Arbeiten jedoch erst zum 13. März 2023 möglich. Darüber informierte die DB Netz AG. Grund für die Verzögerung sind demnach massive Probleme in der Materialversorgung, ein hoher Krankenstand bei Mitarbeitern und verlängerte Prüfzeiten im bauaufsichtlichen Prozess. Bis 17. Dezember muss der Bahnhof zunächst voll gesperrt werden. Deshalb gibt es bekanntlich Schienenersatzverkehr.

 

Ablauf musste umgeplant werden

Der Bauablauf wurde nun umgeplant. Bisher konnten die neuen Energie-, Signal- und Telekommunikationsanlagen größtenteils fertiggestellt werden. Die Abnahmen und Inbetriebnahmen laufen  bereits. Auch die Güterzuggleise 17 und 18 wurden inklusive einer modernen Tiefenentwässerung vollständig erneuert. Die Übergabe kann jedoch wegen der bereits zurück gebauten Alttechnik erst mit der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks 2023 erfolgen. 

 

Der Rückbau der Personenunterführung sollte unter einer Teilsperrung erfolgen. Da der Einbau von Spundwänden, die den umgebenden Bahnkörper abfangen sollten, nicht möglich war, muss der Tunnel unter Vollsperrung des Bahnhofs Pritzwalk zurück gebaut werden. Das soll nun bis zum 17. Dezember erfolgen. Als Ersatz für die Personenunterführung wird für diesen Zeitraum ein Überweg zum Inselbahnsteig geschaffen.

 

Schienenersatzverkehr für alle Personenzüge

Der Rückbau des ehemaligen zweiten Inselbahnsteigs, des Gleises 7 und die Erneuerung der Gleise 4 und 5 wird begonnen, kann aber während der Vollsperrung nicht vollständig abgeschlossen werden. Alle Personenzüge werden in der Zeit der Totalsperrung durch einen Schienenersatzverkehr ersetzt. Abfahrts- und Fahrzeiten werden in den örtlichen und digitalen Fahrplanmedien bekannt gegeben.

 

Wegen der ausgebliebenen Lieferungen von Weichen ist deren Einbau erst im kommenden Jahr möglich. Hierzu wird es zur Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerks voraussichtlich vom 20. Februar bis 13. März zu einer weiteren Totalsperrung kommen. In dieser Zeit sollen vier Weichen und eine Kreuzung ausgewechselt werden.  

 

Situation für alle unbefriedigend

Die genannten Änderungen und daraus resultierenden Verzögerungen sind sowohl für Fahrgäste als auch die Deutsche Bahn AG als Infrastrukturbetreiber unbefriedigend, heißt es in der Mitteilung. Die Schwierigkeiten durch die Störung von Arbeitsprozessen und globalen Lieferketten, die sowohl die Corona-Pandemie als auch der Krieg gegen die Ukraine nach sich ziehen, treffen alle. Die Deutsche Bahn AG setze alles daran, die bisherigen Betriebshemmnisse zu beseitigen und ihren Kunden mit der Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur zu bieten.

 

Bild zur Meldung: Per Hubschrauber ließ die DB Netz AG im Juli neue Masten setzen. Foto: Katja Zeiger