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Verkehrsberuhigung: Ein grünes Danke als Belohnung

15. 08. 2022

Pritzwalk. Wer sich vor Pritzwalker Schulen an die Verkehrsregeln – nämlich Tempo 30 – hält, wird ab jetzt mit einem „Danke“ belohnt: Um den Schutz der Kinder vor Schulen und Kindertagesstätten zu erhöhen, wurden hochmoderne Dialog-Displays zur Reduzierung der Geschwindigkeit aufgestellt. „Diese Geschwindigkeitsüberwachungsgeräte zeigen Wirkung und können einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit unserer Kinder leisten“, ist Bürgermeister Dr. Ronald Thiel überzeugt.

 

Pritzwalk setzt damit pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen im Stadtgebiet um. Die Dialog-Displays werden vor der Herbert-Quandt-Grundschule im Hainholzweg, vor dem Gymnasium beziehungsweise am Krankenhaus im Giesensdorfer Weg, in der Ortsdurchfahrt der B 189 in Kemnitz in Höhe der Bushaltestelle sowie etwas später in der Ortsdurchfahrt der L 111 Steffenshagen in Höhe der Kita „Hummelburg“ aufgestellt.

 

Flexibles Display bei Bedarf

An der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule ist kein Standort vorgesehen.  Im Bereich von Schule, Hort Regenbogenhaus und Kita Kinderland gibt es in der Straße Zur Hainholzmühle bereits sehr wirkungsvolle verkehrsberuhigende Maßnahmen in Form von Berliner Kissen. Das sind fest installierte Bodenwellen, die sich mit dem Pkw nur sehr langsam passieren lassen. Falls an anderen Orten Bedarf entsteht, kann zusätzlich ein flexibles Dialog-Display eingerichtet werden.

 

Die Dialog-Displays mit Kinderbildern reagieren individuell auf jeden Kraftfahrer. Bei angepasster Geschwindigkeit bekommt der Verkehrsteilnehmer ein DANKE in grüner LED-Schrift angezeigt. Bei überhöhter Geschwindigkeit leuchtet ein rotes LANGSAM auf. Das soll bei motorisierten Verkehrsteilnehmern die Aufmerksamkeit steigern und sie veranlassen, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren. Im Gegensatz zu den Smiley-Tafeln soll hierbei kein Gewöhnungseffekt entstehen.

 

Daten helfen bei der Analyse

Um die nachhaltige Wirkung der Dialog-Displays zu kontrollieren, wird durch einen Frontradarsensor die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ermittelt und in einer zentralen Datenbank ausgewertet. So kann die Stadt schnell reagieren, wenn die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 30 km/h ständig oder häufig überschritten wird.

 

Die ausgewerteten Daten können zum Beispiel der Polizei oder dem Landkreis Prignitz mit der Bitte übergeben werden, Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Außerdem werden die ermittelten Informationen Eingang in das städtische Mobilitätskonzept finden, das im Amt für Stadtentwicklung bearbeitet wird, so Amtsleiter Halldor Lugowski und Mitarbeiter Heiko Möbius. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Die neuen, interaktiven Displays kommunizieren praktisch mit dem Autofahrer, etwa an der Quandtschule im Hainholzweg: Wer 30 km/h und weniger fährt, bekommt ein grünes Danke. Foto: Beate Vogel