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Spektakulärer Fund bei Bauarbeiten am Kulturhaus

25. 01. 2022

Pritzwalk. Ein aufregender Fund wurde bei den Bauarbeiten für den neuen Fahrstuhl am Pritzwalker Kulturhaus gemacht. Als Mitarbeiter der Firma MKM einen Wanddurchbruch vornahmen, stießen sie auf eine schwere Kassette. Im Inneren des Behälters befand sich ein dicker Packen Papier: 28 740 Unterschriften aus dem Kreis Pritzwalk zur Unterstützung des Wiener Appells.

 

Für Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und den Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Halldor Lugowski, war der Fund eine unglaubliche Überraschung. Auch die Mitarbeiter der Baufirma und nicht zuletzt Architekt Bernd Robert hat der spektakuläre Fund in Aufregung versetzt.

 

Gegen Atomwaffen

Die Unterzeichner – fast 29 000 Menschen aus dem Kreis Pritzwalk – sprachen sich gegen die „Vorbereitung eines Atomkrieges“ aus. Zum Wiener Appell wurde am 19. Januar 1955 in Wien aufgerufen, die DDR schloss sich der Unterschriftensammlung im April desselben Jahres an.

 

Fast 20 Zentimeter dick ist der Packen mit den knapp 29 000 Unterschriften. Foto: Beate Vogel

Fast 20 Zentimeter dick ist der Packen mit den knapp 29 000 Unterschriften. Foto: Beate Vogel

 

Die Urkunde klärt über die Zusammenhänge auf und ist wunderschön bebildert. Foto: Beate Vogel

Die Urkunde klärt über die Zusammenhänge auf und ist wunderschön bebildert. Foto: Beate Vogel

 

In einer wunderschön gestalteten, doppelseitigen Urkunde des Kreisfriedensrates Pritzwalk, Bezirk Potsdam, wird erklärt, wie es zu der Unterschriftensammlung kam. Für die Pritzwalkerinnen und Pritzwalker war demnach vor allem die Bahnhofskatastrophe im April 1945 der Auslöser: Ein Aquarell von der Brandkatastrophe und eines vom neu aufgebauen Bahnhof zeugen davon.

 

Sicher für die Ewigkeit verpackt

Beim Verpacken der Unterschriftensammlung haben sich die Organisatoren große Mühe gegeben. Die hölzerne Kassette wird umhüllt von zwei Millimeter Stahl, darunter ein feuerfestes Material und unter dem Holz noch einmal eine dünne Metallhülle. Dem ist zu verdanken, dass die Unterschriftensammlung nach 67 Jahren fast unversehrt ist. Der Fund geht nun erst einmal ins Stadtarchiv, wo er erfasst und digitalisiert wird. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und Amtsleiter Halldor Lugowski freuen sich über den ungewöhnlichen Fund: eine Unterschriftensammlung für den Frieden. Foto: Beate Vogel

Fotoserien


Überraschender Fund im Mauerwerk (26. 01. 2022)

Einen unvorhergesehenen Fund machten Bauarbeiter in der Außenmauer zum Parkplatz des Kulturhauses: In einer gut gesicherten Kassette fand sich ein dicker Packen Papier mit knapp 29 000 Unterschriften. Die Unterzeichner sprachen sich bei der Sammlung im Rahmen des Wiener Appells 1955 gegen einen Einsatz von Atomwaffen aus. bat/Fotos: Beate Vogel/Halldor Lugowski