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Pritzwalker setzen auf Planung bei Photovoltaikanlagen

12. 08. 2020

Pritzwalk. Mit der Bundestagsabgeordneten Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke) tauschten sich am Mittwoch der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel und der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Halldor Lugowski aus. Das Thema: der Bau von Photovoltaikanlagen auf Freiflächen. An der Runde, die im Zuge der Sommertour von Dr. Kirsten Tackmann zustande kam, nahmen auch die Fachgebietsleiterin Andrea Asse und der Vorsitzende des Hauptausschusses, Hartmut Winkelmann (Die Linke) teil.

 

Grundsätzlich für erneuerbare Energien

Die Bundestagsabgeordnete stellte eingangs klar, dass sie regenerative Energien grundsätzlich befürworte, den Flächenverbrauch allerdings für viel zu hoch halte. „Die Vielzahl der Anlagen und ihre Größe machen mir Sorgen“, so Kirsten Tackmann. Das könne nicht allein auf kommunaler Ebene gelassen werden.

 

Bürgermeister Dr. Thiel sieht im „unkontrollierten Wildwuchs der Anlagen ein riesiges Problem“: „Es ist nicht zu verstehen, dass wir die knappe Ressource Boden dem Kommerz opfern.“ Zudem würden die Anlagen an Autobahnen und Bahntrassen die Landschaft zerschneiden. Amtsleiter Halldor Lugowski erläuterte, dass es bei der Stadt Pritzwalk knapp 20 Anfragen interessierter Investoren gebe.

 

Die Stadtverordneten entscheiden

„Die Stadtverordneten haben beschlossen, dass wir die Entscheidung bis zum Ende des nächsten Jahres verschieben“, sagte er. Die Verwaltung wird in dieser Zeit einen Energieleitfaden zum Themenschwerpunkt Photovoltaik-Freiflächenanlagen entwickeln sowie ein kommunales Dachkataster und eines über geeignete Flächen auf den Weg bringen. Von dem Vorgehen seien alle Antragsteller informiert. Ein Ziel sei laut Halldor Lugowski auch, die stadteigenen Unternehmen wie Stadtwerke und Wohnungsbaugesellschaft ins Boot zu holen.

 

Der Bürgermeister betonte, dass es bei den Entscheidungen über Standorte oder Größen von PV-Anlagen auf regionaler Ebene ein Miteinander geben müsse: So sei „das zarte Pflänzchen Tourismus“ ein nicht zu unterschätzender Umstand, sagte Dr. Ronald Thiel.

Dr. Kirsten Tackmann nahm die Anregungen gern mit: „Erneuerbare Energien sind wichtig, aber wir müssen darauf achten, dass bei der Umsetzung von Projekten nicht andere Dinge kaputt gehen.“ Beate Vogel

 

Foto: Dr. Kirsten Tackmann im Gespräch mit Dr. Ronald Thiel und Amtsleiter Halldor Lugowski. Foto: Beate Vogel