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Neue Fahrbahn, neue Rastplätze: Radwegenetz wird aufgewertet

12.08.2019

Pritzwalk. Im Netz der überregionalen Radwege können zwei Lücken geschlossen werden: Der Landkreis Prignitz lässt die beiden Abschnitte mit einer Länge von 575 Metern über die Kommunen Pritzwalk und Groß Pankow modernisieren. Am 9. August wurde am Rastplatz im Pritzwalker Ortsteil Mesendorf der Fördermittelbescheid für das Projekt übergeben, zu dem auch zwölf teils neue Rastplätze gehören. Pritzwalk und Groß Pankow sind die ersten Kommunen im Kreis, die die Förderung bekommen.

 
Radlerparadies auf Vordermann bringen

„Wir wollen das Radlerparadies Prignitz auf Vordermann bringen“, sagte Landrat Torsten Uhe. Der Pritzwalker Bürgermeister Dr. Ronald Thiel zeigte sich dankbar, dass in der Region um Pritzwalk der Ausbau des Radwegenetzes vorangebracht wird: „Das ist ein Symbol für die Zusammenarbeit mit dem Kreis, ein Symbol dafür, dass unsere Region nicht abgehängt wird.“ Mike Laskewitz, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz, ergänzte: „Ein Netz ist nur ein Netz, wenn da keine Lücken sind.“

 

Einer der Abschnitte beträgt 360 Meter im Bereich Streckenthin. Er besteht teils aus Kopfsteinpflaster und ist abschnittsweise gar nicht ausgebaut. Deshalb ist er als schlechte Wegstrecke und Unfallgefahr klassifiziert. Er soll nun mit wassergebundener Wegedecke aus befestigtem Splitt ausgebaut werden. Ein Teil des Radweges zwischen Mesendorf (Stadt Pritzwalk) und Kuhsdorf (Gemeinde Groß Pankow) muss wegen Baumwurzeln und Absackungen erneuert werden.

 
Waldschänken und Fahrradständer

In Abstimmung mit örtlichen Vereinen, vor allem dem Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung, und dem Landkreis will die Stadt Pritzwalk aus Richtung Groß Woltersdorf kommend über die Ortsteile und weiter in Richtung Heiligengrabe fünf Rastplätze aufwerten.

 

So sollen in Mesendorf, im Hainholz, in Streckenthin, in Sadenbeck und am Waldlehrpark Groß Woltersdorf (Gemeinde Groß Pankow), so genannte überdachte Waldschänken und Fahrradständer gebaut, eine Pflasterfläche und eine Bepflanzung angelegt werden. Zwischen Giesensdorf und Pritzwalk, im Stadtgebiet und im Hainholz, in Wilmersdorf und in Alt Krüssow sollen außerdem acht Bänke aufgestellt und ein Pflanzbereich angelegt werden.

 

Bund und Land tragen 90 Prozent

Das erste Projekt betrifft eine Teilstrecke der Bischofstour und des Elbe-Müritz-Radweges. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 310 000 Euro, von denen 278 300 Euro über Bund und Land im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur – GRW-Infrastruktur“ finanziert werden. In den Ausbau der Radwege fließen gut 222 000 Euro, in die Ausstattung 51 800 Euro.

 

Der Landkreis will das Vorhaben bis zum Jahresende umsetzen. Aus dem Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE) gibt es für die Modernisierung der Radwege eine 90-prozentige Förderung, die allerdings nur der Landkreis beantragen kann. In Abstimmung mit den Kommunen in der Prignitz stellt der Kreis die Förderanträge, die bis Ende 2020 möglich sind. Weitere Anträge liegen bereits aus Wittenberge, Karstädt und Bad Wilnack vor, Perleberg bereitet einen Antrag vor.

 

Das Gebiet des Landkreises Prignitz verfügt über verschiedene Fernradwanderwege. Diese überregionalen Radwege mit einer Länge von insgesamt 285 Kilometern sind von großer Bedeutung für die touristische Infrastruktur. Durch das Kreisgebiet führen neben der Bischofstour und dem Elbe-Müritz-Radweg der Elberadweg, die Radroute Historische Stadtkerne und die Tour Brandenburg. Beate Vogel

 

Foto: Hier soll ein Rastplatz entstehen: Zur Fördermittelübergabe kamen Uwe Büttner, Dr. Ronald Thiel, Mike Laskewitz, Torsten Uhe, Carola Krakow und Halldor Lugowski. Foto: Beate Vogel