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Knieperfuchs Horst Fenske bekam eine Bankpatenschaft geschenkt

11.04.2019

Pritzwalk. Die Überraschung war für den Pritzwalker Horst Fenske perfekt: Zum 76. Geburtstag schenkt ihm seine Familie eine Bankpatenschaft. Am Weg gegenüber seiner Gaststätte „Deutsches Haus“ steht nun eine nagelneue Parkbank mit der Aufschrift „Horst Fenske – Der Knieperfuchs“. Am 11. April überreichte Bürgermeister Dr. Ronald Thiel die Patenschaftsurkunde an den Gastwirt.

Einst Kellner gelernt

Horst Fenske ist gebürtiger Perleberger, lebt aber seit 1964 in Pritzwalk. Er lernte in der neu eröffneten Mitropa am Pritzwalker Bahnhof den Beruf des Kellners, arbeitete später in gastronomischen Einrichtungen wie dem „Hotel Stadt Pritzwalk“, dem Volkshaus“ oder der Gaststätte „Prignitzland“ neben dem Kulturhaus. Dort wagte er schon damals den Vorstoß, Knieper auf die Speisekarte zu nehmen. Das war aber nicht gewünscht.

Die Knieperproduktion startete Horst Fenske trotzdem: in seiner Neubauwohnung, in der Badewanne. Die Rezepte stammen von seinem Großvater Georg Fenske. Über die Jahre sammelte Horst Fenske alles rund um den Knieper. Er verfasste Texte, die zum Beispiel in der Pritzwalker Knieperfibel zu finden sind.

Rustikale Küche

Seit 1997 gehört Familie Fenske die Gaststätte „Deutsches Haus“ in der Havelberger Straße. Gekocht wird eine rustikale, deftige Küche mit traditionellen deutschen Gerichten. Die Spezialität ist die Herstellung und Zubereitung von Knieperkohl. Alles rund um den Knieper können Fans auf der Internetseite oder bei Facebook nachlesen.

Seit 2010 bietet das „Deutsche Haus“ seinen Internetseitenbesuchern die Möglichkeit, Knieperkonserven online zu bestellen. Zum Knieperkohl im Glas kamen eigene, fantasievolle Kreationen wie Kniepersülze, Knieperschmalz, Knieperbrot und Knieperrollbraten.

Den Knieperfuchs erfunden

Dies und die intensiven Recherchen rund um die Historie des Knieperkohls verschafften der Gaststätte den Beinamen „Zum Knieperfuchs". Zum 65. Geburtstag im Jahr 2008 bekam Horst Fenske von seiner Schwester das Fuchs-Kostüm geschenkt. Der Knieperfuchs war geboren. Seitdem ist er die Pritzwalker Symbolfigur für den Knieperkohl. Der Knieperfuchs ist als Botschafter nicht nur für das Prignitzer Nationalgericht, sondern auch für die Stadt Pritzwalk und den Tourismusverein Pritzwalk und Umgebung unterwegs. Seit 2012 ist der Knieperfuchs beim Deutschen Patentamt in München als geschützte Marke eingetragen.

Die Patenschaft für die Bank ist ein Geburtstagsgeschenk der Familie von Horst Fenske, erklärte dessen Sohn Patrick Fenske. Sie ersetzt eine alte Bank und soll eine Würdigung dessen sein, was er für seine Familie und die Region geleistet hat.

Blick auf die Gaststätte

Aufgestellt wird die Bank am Burgwall in Höhe des Rückhaltebeckens: Wer darauf sitzt, hat einen Blick auf die Gaststätte „Deutsches Haus“ und auf den Platz, an dem der ehemalige Imbiss stand. Familie Fenske bedankt sich bei der Stadt Pritzwalk dafür, dass die neue Bank an dieser Position stehen kann. Beate Vogel

 

Foto: Horst Fenske, der Erfinder des Knieperfuchses, bekommt von Bürgermeister Dr. Ronald Thiel die Patenschaftsurkunde überreicht. Seine Familie und der Fuchs sind auch dabei. Foto: Beate Vogel