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Land fördert Wegeleitsystem in den Ortsteilen

14. 09. 2022

Pritzwalk/Giesensdorf. Mit einer Anerkennungsurkunde besiegelte im Auftrag des Staatssekretärs der zuständige Abteilungsleiter Michael Brentrup am Mittwoch in Giesensdorf die finanzielle Unterstützung des Landes Brandenburg aus dem Förderprogramm „Zusammenhalt“ für die  Erweiterung des städtischen Wegeleitsystems der Stadt Pritzwalk auf die Ortsteile.

 

Die Giesensdorfer hatten sich schon Gedanken über einen möglichen Standort für ihren so genannten Infopunkt gemacht. „Wir hatten das in unserer Whatsapp-Gruppe diskutiert", berichtete Frank Herrling, der Ortswehrführer in Giesensdorf. Die Wahl fiel auf die alte Bushaltestelle in der Ortsmitte direkt an der Dorfstraße. Dort machen laut Frank Herrling häufiger Radtouristen Rast und sie ist ein Treffpunkt für die Jugend.

 

Vor dem Ortstermin hatte Lars Schladitz, der das Projekt „Errichtung eines Informations- und Wegeleitsystems für den ländlichen Raum der Stadt Pritzwalk“ gemeinsam mit Claudia Pidde aus dem Amt für Stadtentwicklung betreut, in der Museumsfabrik Pritzwalk einen kurzen Überblick gegeben.

 

Infopunkte wie in der Kernstadt

Demnach sollen in den zwölf Ortsteilen sowie sechs Gemeindeteilen Infopunkte aufgestellt werden, die einen kurzen Überblick zum jeweiligen Ort geben sollen: „Wir wollen ländliches Leben und ländliche Kultur abbilden, die Kommunikation und die Aufenthaltsqualität verbessern.“ Das könnte zum Beispiel ein wenig Geschichte sein oder aber eine Kontaktinformationen zu jemandem, der die Dorfkirche zur Besichtigung aufschließt.

 

Lars Schladitz stellt in der Museumsfabrik die Details für das geplante Wegeleitsystem vor. Foto: Beate VogelLars Schladitz stellt in der Museumsfabrik die Details für das geplante Wegeleitsystem vor. Foto: Beate Vogel

 

Bei der Gestaltung der Infopunkte, aber auch bei der Wahl der Standorte werden die Einwohner in den jeweiligen Dörfern mit einbezogen. Denn die Wegweiser sollen nicht allein für Touristen aufgestellt werden, sondern auch die Identifikation der Anwohner mit ihrem Lebensraum vertiefen. Über digitale Angebote, zum Beispiel mittels QR-Code, sollen die Informationen immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

 

Zusammenhalt abbilden

„Wir wollen Orientierung geben und nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart abbilden“, so Bürgermeister Dr. Ronald Thiel, der auf sein Motto „Stadt und Land – Hand in Hand“ verwies. Es sei wichtig, dass das Wegeleitsystem in den Ortsteilen genau dem entspricht, was bereits in der Kernstadt installiert wurde. „Das bildet den Zusammenhalt ab.“

 

Genau das sei das Ziel des Förderprogramms „Zusammenhalt“, betonte Michael Brentrup. „Wir waren erstaunt über die Vielzahl von Bewerbungen.“ Neben Ämtern und Gemeinden haben sich auch Initiativen und Vereine mit Anträgen beteiligt. Von dem Programm profitieren insbesondere Kommunen im berlinfernen ländlichen Raum.

 

Auftakt in Pritzwalk

Mit fünf Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds des Landes fördert die Staatskanzlei nun 71 Projekte in kleinen Gemeinden und Ortsteilen, die den Zusammenhalt vor Ort stärken. Die Tour des Abteilungsleiters führte als Auftakt zuerst nach Pritzwalk, danach nach Pirow (Am Putlitz-Berge). Weitere Stationen werden in den kommenden Wochen in den Regionen Uckermark-Barnim, Oderland-Spree und Havelland-Fläming. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Förderung besiegelt: Michael Brentrup (2.v.l.) überreicht die Anerkennungsurkunde an Bürgermeister Dr. Ronald Thiel (3.v.l.). Mit dabei: Frank Schütz, der als Jurymitglied die Projekte mit ausgewählt hat (l.), sowie Ortswehrführer Frank Herrling und Christoph Albrecht von der CJD-Wohnstätte in Giesensdorf (r.). Foto: Beate Vogel