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Was das Jahr 2022 für Pritzwalk bringt

14. 01. 2022

Pritzwalk. Digitalpakt, Hochbaumaßnahmen, Nord-Ost-Ring: An großen, aber auch kleineren Projekten mangelt es nicht im Jahr 2022. Bürgermeister Dr. Ronald Thiel hatte in einem Jahresauftaktgespräch über die Vorhaben der Stadt Pritzwalk informiert. Mit dabei waren auch die Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk mbH (WBG) und der Stadtwerke Pritzwalk GmbH, Dirk Scherlies und Mirko Seidel. Auch sie umrissen ihre Vorhaben für 2022.

 

Durchgehend geöffnet

Dr. Ronald Thiel warf zunächst einen Blick auf die aktuelle Situation der Stadt Pritzwalk. Corona habe den rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – vor allem Erzieherinnen und Erzieher, aber auch technischen Kräften, dem Bauhof und der Kernverwaltung – viel abverlangt. „Wir waren während der Pandemie durchgehend für die Bürgerinnen und Bürger da“, so das Stadtoberhaupt.

 

Es habe keine kompletten Schließungen gegeben, weder in der Verwaltung, noch in den Kindereinrichtungen. Die knapp 130 Beschäftigten im Kitabereich seien für Kinder und Eltern da gewesen. „Das ist unser Beitrag, damit die Stadt funktioniert und Eltern in ihre Betriebe gehen können“, sagte Dr. Ronald Thiel.

 

7,5 Millionen Euro für Investitionen

Der Haushaltsentwurf für 2022, über den die Stadtverordneten in ihrer Februarsitzung beschließen, hat ein Gesamtvolumen von knapp 26 Millionen Euro bei den Erträge und knapp 29 Millionen Euro bei den Aufwendungen. Der Fehlbetrag wird aus der Rücklage gedeckt.

 

Den größten Posten machen im Haushaltsentwurf mit 12,4 Millionen Euro die Personalaufwendungen aus, allein eben die 130 Kolleginnen und Kollegen im Kitabereich. Die Kreisumlage schlägt mit 6,8 Millionen Euro zu Buche. Für investive Maßnahmen sind 2022 im Entwurf 7,5 Millionen Euro vorgesehen – fast zu gleichen Teilen im Hochbau und im Tiefbau.

 

Grundschulen werden digitalisiert

An den beiden Grundschulen, deren Träger die Stadt ist, steht derzeit die Digitalisierung auf dem Plan. „Im Digitalpakt I setzen wir  in der Jahnschule 170 000 Euro, in der Quandtschule 130 000 Euro um“, erklärte das Stadtoberhaupt. Der Digitalpakt I umfasst den Umbau der Infrastruktur, die Ausstattung und Endgeräte.

 

In der Jahnschule müssen bekanntlich die kompletten Elektroleitungen erneuert werden (wir berichteten), bevor die Netzwerke installiert werden können. Erst danach können Ausstattung und Endgeräte angeschafft werden. Das gehört dann mehr oder weniger zum Digitalpakt II.

 

Dr. Ronald Thiel stellte einige der Projekte vor, die 2022 anstehen. Foto: Beate Vogel

Dr. Ronald Thiel stellte einige der Projekte vor, die 2022 anstehen. Foto: Beate Vogel

 

Sogar die Kleinsten sollen davon profitieren, so Dr. Ronald Thiel: „Wir wollen auch unsere jüngsten Einwohner dazu animieren, mit digitaler Technik zu lernen und zu spielen.“ Dazu müssen auch in den Kitas Leitungen verlegt und Geräte angeschafft werden.

 

Nord-Ost-Spange in Planung

An Hochbaumaßnahmen stehen ein neuer Parkplatz für die Quandtschule sowie die beiden Innenhöfe der Jahnschule auf dem Plan. Kräftig gebaut wird auch weiterhin am Kulturhaus. Diverse Straßen und Wege konnten begonnen oder fertiggestellt werden.

 

Einige Projekte vor allem im Hochbau setzen die Stadt und die beiden Gesellschaften WBG und Stadtwerke gemeinsam um.

Das Projekt Nord-Ost-Ring – auch bekannt als Nord-Ost-Spange – sieht Dr. Ronald Thiel als Schlüsselmaßnahme für weitere Verkehrsprojekte in der Innenstadt. Sie soll von der Freyensteiner Chaussee in Höhe des ehemaligen Finanzamtes aus bis zum Hainholzstadion führen.

 

„Damit besteht die Möglichkeit, Verkehre aus der Stadt zu halten und die Qualität im dortigen Straßenausbau zu verbessern.“ Schließlich sei mit der gerade vom Stadtparlament verabschiedeten Mobilitätsstrategie auch die Gleichbehandlung  von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern beschlossen worden.

 

Onlinezugangsgesetz muss umgesetzt werden

Digitalisierung steht auch für die Verwaltung an: „Ab dem 1. Januar 2023 ist das Onlinezugangsgesetz, das OZG, umzusetzen“, so der Bürgermeister. Dienstleistungen der Verwaltung sollen dann digital abrufbar sein, etwa den Hauptwohnsitz an- und abmelden oder einen Kitaplatz anmelden. „Ich hoffe aber, dass der Städte- und Gemeindebund das noch ein wenig nach hinten stellt.“ Unter anderem sei noch nicht einmal geklärt, welche Leistungen überhaupt digital angeboten werden sollen.

 

In regelmäßigen Abständen will Bürgermeister Dr. Ronald Thiel künftig über die aktuelle Lage, Bauprojekte oder anstehende Vorhaben in der Stadt informieren. Diesem ersten Jahresauftaktgespräch sollen – immer im Januar – weitere folgen. Beate Vogel

 

Bild zur Meldung: Auf dem Luftbild lässt sich gut erkennen, wo die Nord-Ost-Spange verlaufen soll: von der Freyensteiner Chaussee (oberer Bildbereich) zum Hainholz-Stadion. Foto: Lars Schladitz