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Große Investition macht Kulturhaus barrierefrei und zukunftssicher

07. 02. 2020

Pritzwalk. Einer regelrechten Verjüngungskur wird das Kulturhaus Pritzwalk unterzogen. „Wir wollen die Möglichkeiten des Hauses erweitern, es energetisch sanieren, also mit neuer Heiz- Lüftungs- und Klimatechnik ausstatten und für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit zugänglich machen“, sagt der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister und Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Halldor Lugowski.

 

Bequeme Erreichbarkeit dank Aufzug

Das über 60 Jahre alte Gebäude erhält einen Glas-Stahl-Aufzug, um alle drei Geschosse separat und bequem erreichen zu können. Im Kellergeschoss soll ein zweiter Kinosaal entstehen. „Das trägt zu einer deutlichen Qualitätsverbesserung der kulturellen Angebote bei“, sagt der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung. Neben Filmvorführungen ist es in beiden Sälen künftig möglich, auf moderne Präsentationstechnik zuzugreifen.

 

Neuer Kinosaal mit 24 Plätzen

Die neuen Sanitärräume im Untergeschoss sind genauso barrierefrei zugänglich wie der eigentliche Kinosaal. „Neben den 24 regulären Plätzen ist es auch möglich, einen Rollstuhl in der Sitzreihe zu platzieren“, erklärt Halldor Lugowski.

 

Alles neu von Licht bis Ton

Ebenfalls modernisiert wird der große Saal im Hochparterre. „Wir wollen nicht nur die Bühnen- und Präsentationstechnik erneuern, sondern auch das Raumklima erheblich verbessern“, berichtet der Vizebürgermeister. Dazu gehören neue Licht- und Tontechnik sowie ein modernes Vorhangsystem.

 

Planung europaweit ausgeschrieben

Die Planungsleistungen waren derart umfangreich, dass die Stadt Pritzwalk die Planung europaweit ausgeschrieben hat. „Bei einem solch komplexen Vorhaben muss man erfahrene Fachleute ins Boot holen“, erklärt Halldor Lugowski.

 

Bürger sollen Ideen einbringen

Auch das Umfeld des Kulturhauses soll neu gestaltet werden. Zusammen mit der Bibliothek und der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft Pritzwalk soll so ein Kultur- und Bildungspark entstehen. „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess einbeziehen“, erläutert Halldor Lugowski. Daher werde es mehrere Gesprächsrunden geben, in denen die Bürger ihre Ideen einbringen können. Auf jeden Fall sollen die Zufahrtsmöglichkeiten, die Parkplatzsituation und die Wege verbessert werden. „Wenn alles gut läuft, wollen wir im Mai den Auftakt geben und das Vorhaben bis 2022 umsetzen“, sagt Halldor Lugowski.

 

Andreas König

 

Foto: Besprechen die Pläne für die Umgestaltung des Kulturhauses (v.l.): Andrea Asse, Friedhelm Müller, Halldor Lugowski und Claudia Pidde. Foto: Andreas König/Stadt Pritzwalk