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Museumsfabrik

19.02.2018

„Museumsfabrik“ kann ein neuer innerstädtischer Treffpunkt werden

 

Erwartungsgemäß groß war der Ansturm von interessierten Pritzwalkern und Gästen aus der Region am Eröffnungstag der „Museumsfabrik“ in der ehemaligen Tuchfabrik. Die Eröffnung des Museumskomplexes wurde mit einem begleitenden Höhepunkt präsentiert. Die Eröffnung der Ausstellung „Klimawechsel“ zeigt einen umfassenden Einblick in das Schaffen des in Teetz (OPR) ansässigen Künstlers Johannes Heisig.

Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel ließ es sich nicht nehmen, die vielen Gäste persönlich an der Eingangstür des Museumskomplexes zu begrüßen. Neben interessierten Pritzwalkern konnte Thiel auch mit den Bürgermeisterinnen der Städte Perleberg und Kyritz, den stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Groß Pankow, den Ersten Beigeordneten des Landrates und das Mitglied des Bundestages Sebastian Steineke (CDU) begrüßen.

Thiel sagte zur Eröffnung: „Pritzwalk setzt mit der hier geschaffenen „Museumfabrik“ und der neuen Heimstatt für hier mit einbezogenen Vereinen ein unübersehbares Zeichen für die Bedeutung der Kunst und Kultur weit über die Stadtgrenzen hinaus. In den neuen Räumlichkeiten finden der Verein Kunstfreunde Pritzwalk, der NLD Streckenthin und der Landfrauenverein Pritzwalk ein neues Zuhause“.

Die „Museumsfabrik“ in Trägerschaft der Pritzwalker Gesellschaft für Heimatgeschichte soll ein Ort der Begegnung, des Austausches und der Bildung werden. Nun gelte es, die Museumsfabrik in all ihren Möglichkeiten mit Leben zu erfüllen und diesen wunderbaren Ort zu entwickeln. Dazu stehen dem Träger und dem Team um Museumsleiter Lars Schladitz optimale Bedingungen in tollen Räumlichkeiten zur Verfügung. Das entwickelte und ambitionierte Museumskonzept lässt erahnen, dass hier ein überregional wirkendes Museum entsteht, das der Stadt und der Region zur Ehre gereichen wird, so Thiel. Der Bürgermeister dankte den am Umbau der Tuchfabrik beteiligten Unternehmen, die zum großen Teil aus der Region kamen, den Regiebereich der Verwaltung unter Amtsleiter Dietmar Sachs für die fachliche Begleitung und übermittelte auch seinen Dank für das große Engagement den Familien Quandt und Klatten, die maßgeblich am Zustandekommen des Projektes Verdienste erworben haben.

Im Anschluss der offiziellen Statements zur Eröffnung der „Museumsfabrik“ gab der Prignitzer Künstler Bernd Streiter eine Einführung in das Schaffen und in die Ausstellung seines Künstlerkollegen Johannes Heisig. Er lud die Gäste der Eröffnung zu Besichtigung der Ausstellung „Klimawechsel“ ein.

Die ehemalige Tuchfabrik, nun vor dem Verfall gerettet, hat eine 160-jährige wechselhafte Geschichte bis zum heutigen Status als zentraler Ort für Bildung, Kultur und Wohnen in der Mitte der Stadt Pritzwalk hinter sich. Entstanden zum Beginn der Industrialisierung in Pritzwalk als Tuchfabrik der Gebrüder Draeger, dann Quandt. In den 30er Jahren wurde der markante Kopfbau als Verwaltungsgebäude errichtet. Nach 1945 erfolgte die Demontage und der Abtransport des Maschinenparks der Tuchfabrik, dann Getreidelager und Großhandelslager zu DDR-Zeiten. Kreisverwaltung Pritzwalk bis 1994, Leerstand, Spekulationsobjekt und 2010 von der Stadt Pritzwalk gekauft und aufwendig in drei Bauabschnitten mit dem Bildungsteil, dem 30 Wohnungen umfassenden Wohnbereich und der nun übergebenen „Museumsfabrik“ erfolgreich saniert.

Es wurden für die Sanierung rund 9,5 Millionen Euro verbaut. Darin enthalten Eigenmittel der Stadt, Fördermittel, Spenden und Darlehen der Familien Quandt und Klatten.

 

H.-W.B.

 

 

 

 

 

 

Foto: Museumsfabrik